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Geldpolitik Gewinn der EZB wegen Anleihenkäufen gestiegen

Die Europäische Zentralbank hat einen Überschuss von 1,58 Milliarden Euro erwirtschaftet. Der Gewinn soll an die Notenbanken der Euro-Länder ausgeschüttet werden.

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Die Europäische Notenbank hat die Anleihekäufe Ende letzten Jahres beendet. Quelle: AP

Frankfurt Zinserträge aus den Währungsreserven und die billionenschweren Anleihenkäufe haben den Gewinn der Europäischen Zentralbank (EZB) steigen lassen. Der Jahresüberschuss nahm 2018 um 0,3 Milliarden Euro auf 1,58 Milliarden Euro zu, wie die EZB am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Dabei erhöhten sich allein die Nettozinserträge aus den Anleihenkäufen um 245 Millionen Euro auf 820 Millionen Euro. Die EZB schüttet ihren Gewinn vollständig an die nationalen Notenbanken der Euro-Länder aus. Dabei fließen der Bundesbank rund 26 Prozent zu.

Die Währungshüter hatten seit März 2015 in großem Stil Staatsanleihen und andere Wertpapiere erworben, um die Konjunktur anzuschieben und die aus ihrer Sicht zu schwache Inflation anzuheizen. Es war die wichtigste Krisenmedizin der EZB in den vergangenen Jahren. In Deutschland waren insbesondere die Staatsanleihenkäufe stark umstritten. Die Transaktionen wurden zum Jahresende 2018 eingestellt und erreichten ein Gesamtvolumen von rund 2,6 Billionen Euro. Ab Januar werden nur noch auslaufende Papiere wieder ersetzt. Die Notenbank-Bilanz schwillt daher vorerst nicht mehr so stark an.

Die EZB hatte bereits Ende Januar 1,19 Milliarden Euro Gewinn an die nationalen Notenbanken verteilt. Die restlichen Gelder sollen am 22. Februar ausgeschüttet werden.

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