Geldpolitik Inflation in der Schweiz so hoch wie seit fast 14 Jahren nicht mehr

Die Verbraucherpreise sind um 2,9 Prozent gestiegen. Ob sich das auch auf die Geldpolitik der Schweizer Nationalbank auswirkt, ist noch nicht absehbar.

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Das ist der höchste Preisanstieg in der Alpenrepublik seit September 2008. Quelle: dpa

In der Schweiz sind die Verbraucherpreise im Mai überraschend stark gestiegen. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat hat die Inflation um 2,9 Prozent zugelegt, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilte.

Das ist der höchste Preisanstieg in der Alpenrepublik seit September 2008. Ökonomen hatten lediglich mit einem Plus von 2,6 Prozent gerechnet. Verteuert haben sich vor allem Mieten, Lebensmittel und Heizöl.

Zwar ist die Teuerung in der Schweiz im Vergleich etwa zu den USA oder dem Euro-Raum, wo die Inflationsraten über acht Prozent liegen, vergleichsweise moderat. Der Preisanstieg liegt indes den vierten Monat in Folge über dem von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) angestrebten Zielband von null bis zwei Prozent.

SNB-Vizepräsident Fritz Zurbrügg sagte jüngst, die Notenbank werde bei ihrer Geldpolitik berücksichtigen, wie hartnäckig die Inflation ist. Die nächste Zinsentscheidung der Schweizer Währungshüter ist für den 16. Juni geplant.

Mit minus 0,75 Prozent hat die Schweiz derzeit den weltweit niedrigsten Leitzins. Zusammen mit der Bereitschaft, an den Devisenmärkten zu intervenieren, sind Negativzinsen seit mehr als sieben Jahren die Grundlage der SNB-Geldpolitik.

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