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Geldpolitik Inflationserwartungen steigen auf den höchsten Stand seit 2018

Das Euro-Inflationsbarometer zieht deutlich an. Erstmals seit Ende 2018 erwarten Anleger eine Inflationsrate von durchschnittlich mehr als 1,6 Prozent.

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Anleger erwarten zwischen 2016 und 2031 einen deutlich stärkeren Preisdruck. Quelle: dpa

Wie in den USA steigen auch in der Euro-Zone die Inflationserwartungen kräftig an. Das Barometer für die langfristigen Inflationserwartungen in der 19-Länder-Gemeinschaft, der sogenannte Five-Year-Five-Year-Forward, kletterte am Dienstag auf 1,6075 Prozent.

Das ist das erste Mal seit Dezember 2018, dass die Marke von 1,60 Prozent übertroffen wurde. Die Zahl bedeutet, dass Anleger an der Börse zwischen 2026 und 2031 eine Inflationsrate von durchschnittlich etwas mehr als 1,60 Prozent erwarten.

In den USA waren die Inflationserwartungen am Montag auf den höchsten Stand seit zehn Jahren gestiegen. In der Euro-Zone waren während der Virus-Krise im vergangenen Jahr die langfristigen Erwartungen zeitweise sogar auf unter 1,0 Prozent gerutscht. Im April nahm im Euro-Raum unter anderem in Folge anziehender Ölpreise die Inflation auf 1,60 Prozent zu, nachdem sie im vergangenen Jahr sogar zeitweise ins Minus gerutscht war.

Die Europäische Zentralbank (EZB) rechnet mit weiterhin steigenden Verbraucherpreisen in diesem Jahr. Allerdings ist aus ihrer Sicht der Preisschub nur vorübergehend. Die jüngsten Prognosen der Notenbank-Ökonomen gehen für das Jahr 2022 nur von einer Teuerungsrate von 1,2 Prozent aus.

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