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Geldpolitik Japanische Notenbank gibt Unternehmen mehr Geld in die Hand

Das Kreditpaket für Firmen mit Liquiditätsengpässen erhöht die Bank of Japan von umgerechnet rund 700 Milliarden auf eine Billion Dollar.

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Die Notenbank kämpft gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie. Quelle: Reuters

Die japanische Zentralbank stellt den heimischen Unternehmen für den Kampf gegen die Corona-Rezession mehr Geld zur Verfügung. Das Kreditpaket für Firmen mit Liquiditätsengpässen wird von umgerechnet rund 700 Milliarden auf eine Billion Dollar erhöht, wie die Bank of Japan (BoJ) am Dienstag in Tokio bekanntgab. „Obwohl die Konjunktur allmählich wieder anzieht, wird Japans Wirtschaft bis auf weiteres in einem ernsten Zustand bleiben“, hieß es zur Begründung. Konsum und Produktion dürften mit dem Abklingen der Pandemie aber schrittweise Tritt fassen, wozu auch die staatlichen Konjunkturprogramme beitragen dürften.

Ihre Zinspolitik änderte die BoJ nicht. So soll die Kurve bei kurzfristigen Zinsen bei minus 0,1 Prozent gehalten werden, die für langfristige bei null Prozent. „Angesichts der Tatsache, dass sich die Märkte beruhigt haben und die Wirtschaft die Talsohle erreicht zu haben scheint, gibt es keinen Grund, in nächster Zeit Maßnahmen zu ergreifen“, sagte Ökonom Hiroshi Shiraishi von BNP Paribas Securities dazu.

Die Regierung hatte Ende Mai den zur Eindämmung der Pandemie verhängten Ausnahmezustand aufgehoben. Dennoch erwarten Experten, dass das Bruttoinlandsprodukt im zu Ende gehenden zweiten Quartal auf das Jahr hochgerechnet um mehr als 20 Prozent abstürzen wird. Bereits im ersten Quartal ist Japan in die Rezession gerutscht. Das Parlament stimmte vor wenigen Tagen einem zweiten Nachtragshaushalt in Höhe von 31,9 Billionen Yen (rund 263 Milliarden Euro) zu. Mit dem Geld soll die Wirtschaft angeschoben werden.

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