Geldpolitik Japans Notenbank bleibt bei ultra-lockerer Geldpolitik

Lange Zeit war Japan in einer wirtschaftlichen Abwärtsspirale gefangen. Doch die lockere Geldpolitik zeigt mittlerweile Wirkung. Die Notenbank bleibt deshalb dabei.

Die Bank of Japan belässt den Strafzins auf Einlagen von Finanzinstituten bei 0,1 Prozent. Quelle: dpa

TokioDie japanische Notenbank bleibt bei ihrer ultra-lockeren Geldpolitik. Wie weithin erwartet ließ die Bank of Japan (BoJ) am Freitag den Strafzins auf Einlagen von Finanzinstituten bei 0,1 Prozent. Der Anstieg der Verbraucherpreise bewege sich in einer Spanne von 0,5 bis ein Prozent, erklärte die Notenbank in einer Stellungnahme.

Diese Einschätzung fällt etwas schlechter aus als noch im April bei der vorherigen Zinsentscheidung. Damals hatte die Notenbank erklärt, die Preissteigerung bewege sich um ein Prozent. Das ist deutlich unter der als Ziel ausgegebenen Marke von 2,0 Prozent.

Die Notenbank versucht seit Jahren mit Wertpapierkäufen in großem Stil, die Konjunktur anzukurbeln und die als zu niedrig eingeschätzte Inflation anzuheizen. Eine Spirale aus fallenden Preisen, sinkenden Löhnen und stockenden Investitionen hatte das Land lange Zeit gelähmt. Die Japaner schoben Käufe in der Hoffnung auf immer niedrigere Preise auf.

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