Geldpolitik Japans Notenbank will sich nicht von Politik beeinflussen lassen

Japans Notenbank hält an der ultra-lockeren Geldpolitik fest. Auch Apelle aus der Politik können nichts am Kurs des Notenbank-Chefs Kuroda ändern.

Notenbank-Chef Haruhiko Kuroda will sich nicht von politischen Entscheidungen beeinflussen lassen. Quelle: Reuters

TokioJapans Notenbank will sich durch Rufe aus der Politik nicht von einem möglichen Ausstieg aus ihrer ultra-lockeren Ausrichtung abbringen lassen. Die Bank von Japan nehme natürlich die Politik zur Kenntnis, sagte ihr Chef Haruhiko Kuroda am Dienstag im Parlament. „Wenn wir die Debatte über einen Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik führen müssen, werden wir unsere Entscheidung nicht von der politischen Lage beeinflussen lassen.“ Intern führe die Notenbank bereits diese Dikussion. Kuroda kündigte an, die Notenbank werde die Märkte informieren, sobald der Zeitpunkt für einen derartigen Schritt näher rücke. Das sei aber noch nicht der Fall.

Japans Ministerpräsident Shinzo Abe hatte Kuroda unlängst für eine weitere fünfjährige Amtszeit an der Spitze der Zentralbank nominiert, die am 9. April beginnt. Die Wirtschaft des Landes ist zwar bereits seit einiger Zeit auf Erholungskurs. Jedoch kommt die Inflation nicht richtig in Schwung. Sie verharrte zuletzt bei Werten um ein Prozent. Das liegt deutlich unter der Notenbank-Zielmarke von zwei Prozent.

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