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Geldpolitik Japans Zentralbank bleibt nach US-Zinssenkung auf Kurs

Die Bank of Japan verfolgt weiter ihre lockere Geldpolitik – und schließt weitere Zinssenkungen nicht aus. Grund ist die niedrige Inflation.

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Kredite für Investitionen der Wirtschaft und für Verbraucher sollen billig bleiben. Quelle: Reuters

Die japanische Notenbank hat ihre Zinspolitik wie erwartet unverändert gelassen. Sie hat aber mit einem deutlicheren Hinweis als zuletzt die Bereitschaft für eine künftige Senkung signalisiert. Sie beließ am Donnerstag ihr Ziel für den kurzfristigen Zinssatz bei minus 0,1 Prozent und bekräftigte ihr Versprechen, die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen bei um die null Prozent zu halten.

Die Bank von Japan (BOJ) änderte jedoch ihren Ausblick, um ihre Bereitschaft deutlicher zu machen, die Zinsen bei Bedarf weiter zu senken. Damit trug sie Sorgen Rechnung, dass die weltwirtschaftlichen Risiken die fragile Erholung in Japan abwürgen könnten.

Die Notenbank geht nun davon aus, dass die kurz- und langfristigen Zinsen solange wie nötig auf dem derzeitigen oder einem niedrigeren Niveau bleiben. Bislang war ihre Sprachregelung, die derzeitigen ultra-tiefen Zinsen über einen längeren Zeitraum beizubehalten, mindestens bis zum Frühjahr 2020.

„Die BOJ wollte die Erwartungen des Marktes aufrecht erhalten, dass eine weitere Lockerung noch möglich ist“, sagte Masaaki Kanno, Chefökonom bei Sony Financial Holdings. „Das bedeutet im Grunde genommen, dass die BOJ bereit wäre, die Zinsen zu senken, wenn sich das globale Umfeld verschlechtert.“

Zuvor hatte die US-Notenbank angesichts der Konjunkturabkühlung in den Vereinigten Staaten den Leitzins zum dritten Mal in Folge gesenkt. Sie kappte den geldpolitischen Schlüsselsatz am Mittwoch um einen weiteren Viertelpunkt - auf die neue Spanne von 1,5 bis 1,75 Prozent. Als Hauptgrund dafür galten die vom Zollstreit ausgelösten Unsicherheiten im internationalen Handel. Die Fed deutete nun aber eine Pause an.

Mehr: Der US-Notenbank gelingt der Balance-Akt, kommentiert unsere US-Korrespondentin Katharina Kort.

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