Geldpolitik Japans Zentralbank hält an lockerer Geldpolitik fest

Zwar steigen die Verbraucherpreise auch in Japan – vor allem auf Grund steigender Energiekosten. Doch noch will die Zentralbank an ihrem geldpolitischen Kurs festhalten.

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Die japanische Notenbank hält an ihrem geldpolitischen Kurs fest. Quelle: Reuters

Japans Zentralbank hält vorerst weiter an ihrer extrem lockeren Geldpolitik fest. Die Bank of Japan fasste ihren Beschluss am Freitag nach zweitägigen Beratungen. Geschäftsbanken können sich damit weiter so gut wie kostenlos Geld bei der Zentralbank besorgen. Kredite für Investitionen der Wirtschaft und für Verbraucher bleiben billig.

Zwar steigen auch in Japan die Preise, aber vor allem wegen der drastisch gestiegenen Energiekosten. Das seit Jahren verfolgte Inflationsziel von zwei Prozent ist noch immer nicht erreicht. Hinzu kommen die Unsicherheiten durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Während die US-Zentralbank Fed am Mittwoch erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie ihren Leitzins erhöhte, halten die Kollegen in Japan damit wie erwartet unverändert an ihrem Kurs fest.

Japans Verbraucherpreise sind im Februar so schnell wie seit zwei Jahren nicht mehr gestiegen. Der landesweite Kern-Verbraucherpreisindex (VPI), der die volatilen Preise für frische Lebensmittel ausschließt, aber die Kraftstoffkosten einschließt, stieg im Februar um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie die von der Regierung erhobenen Daten am Freitag zeigten.

Der weltweite Anstieg der Brennstoff- und Rohstoffkosten, der sich seit dem Krieg in der Ukraine beschleunigt hat, erhöht den Inflationsdruck in Japan, das seit Jahren ein geringes Wirtschafts- und Preiswachstum verzeichnet.

Mehr: Um die Inflation zu bekämpfen, hebt die Fed den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte an – und kündigt weitere Schritte an. Es ist der Start einer riskanten Mission.

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