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Geldpolitik Kreditvergabe im Euroraum wächst wieder etwas stärker

Die EZB wollte Banken motivieren, mehr Kredite an die Wirtschaft vergeben statt in Wertpapiere zu investieren. Das hat im Euroraum funktioniert.

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Die Kredite an Privathaushalte im Euroraum legten im November 2018 um 3,3 Prozent zu. Quelle: dpa

Frankfurt Banken im Euro-Raum haben wieder etwas mehr Kredite an Firmen vergeben. Im November erhielten die Unternehmen 4,0 Prozent mehr Darlehen als vor Jahresfrist, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Im Oktober hatte das Plus bei 3,9 Prozent gelegen. Die Kredite an Privathaushalte legten im November um 3,3 Prozent zu.

Die Währungshüter haben bis Ende 2018 im großem Stil Staatsanleihen und andere Wertpapiere erworben. Banken sollten durch die Käufe dazu bewegt werden, mehr Kredite an die Wirtschaft zu vergeben statt in diese Titel zu investieren. Wegen des anhaltenden Aufschwungs wurden die Transaktionen, deren Umfang seit ihrem Beginn im März 2015 auf rund 2,6 Billionen Euro angeschwollen ist, aber inzwischen eingestellt. Ab diesem Jahr werden nur noch auslaufende Papiere wieder ersetzt.

Die Geldmenge M3 stieg im November um 3,7 Prozent. Volkswirte hatten mit einem Plus von 3,8 Prozent gerechnet. M3 umfasst neben Bargeld und Einlagen auf Girokonten auch Geldmarktpapiere und Schuldverschreibungen. Volkswirten zufolge ist die Entwicklung dieser Kennziffer mittel- bis langfristig eng mit der Inflation verbunden.

Diese lag im November mit 1,9 Prozent erstmals seit einem halben Jahr wieder knapp unter der zwei Prozent-Marke und damit im Zielbereich der EZB. Die Währungshüter erachten eine Inflation von knapp unter zwei Prozent als optimal für die Wirtschaft.

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