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Geldpolitik Österreichs Notenbankchef wollte EZB-Beschluss eigentlich vertagen

Angesichts der aktuellen Unsicherheiten, hatte Österreichs Notenbankchef angeregt, die EZB-Entscheidung bis in den Herbst zu vertagen.

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Der Chef der OeNB hat die Entscheidung der EZB nur zögerlich mitgetragen. Quelle: Reuters

Österreichs Notenbankchef Robert Holzmann hat im EZB-Rat den Beschluss zur Ausweitung des EZB-Notfallprogramms gegen die Folgen der Corona-Pandemie offenbar nur zögerlich mitgetragen.

Er sagte am Freitag auf einer Pressekonferenz, er habe auf der geldpolitischen Sitzung angeregt, angesichts der derzeitigen Unsicherheit eine Entscheidung über das Projekt auf den Herbst zu vertagen. Doch habe er bei den Kollegen im Rat dafür keine Zustimmung gefunden und der Ausweitung des Projekts dann auch zugestimmt, erklärte der Chef der Oesterreichischen Nationalbank.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde hatte nach dem Beschluss am Donnerstag betont, der Rat sei einmütig der Ansicht gewesen, dass gehandelt werden müsse. Angesichts einer drohenden Rekord-Rezession in der Euro-Zone weitete die EZB das „Pandemic Emergency Purchase Programme“ - kurz PEPP - kräftig aus.

Sie erhöhte das Volumen ihrer dafür eingesetzten Anleihenkäufe von 750 Milliarden auf 1,35 Billionen Euro. Das bislang bis Jahresende terminierte Projekt wurde zudem bis mindestens Ende Juni 2021 verlängert.

Mehr: Mit aller Kraft reduziert die EZB die Corona-Folgen. Im Ausdruck bleibt Präsidentin Lagarde sehr vorsichtig – und lässt die Kritik aus Karlsruhe an sich abperlen.

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