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Geldpolitik Tschechischer Notenbank-Chef warnt vor Konjunkturüberhitzung

Die tschechische Wirtschaft brummt, im Land herrscht quasi Vollbeschäftigung. Jetzt warnt der Notenbankchef vor einem zu rasanten Wachstum.

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Der Ökonom wurde im Mai 2016 zum Gouverneur der tschechischen Nationalbank ernannt. Quelle: Reuters

Prag Der tschechische Nationalbankpräsident Jiri Rusnok hat erneut vor einer drohenden Überhitzung der Konjunktur in seinem Land gewarnt. Mit einer Erhöhung des Leitzinssatzes rechne er dennoch „eher erst in der zweiten Jahreshälfte, möglicherweise erst zum Jahresende“, sagte Rusnok nach Angaben der Zeitung „Pravo“ (Montag). Die Nationalbank beobachte alle Faktoren und sei bereit, auf mögliche „dramatische Notwendigkeiten“ zu reagieren.

„Angesichts dessen, dass wir gegenüber den entwickelten westlichen Staaten aufholen müssen, haben wir ein Wachstum von vier Prozent verdient, aber kein höheres“, sagte der Ex-Ministerpräsident. Im vierten Quartal 2017 war das Bruttoinlandsprodukt im Jahresvergleich um 5,2 Prozent gestiegen.

Wichtigste Barriere für das weitere Wachstum ist Rusnok zufolge der Mangel an Arbeitskräften. In Tschechien herrscht praktisch Vollbeschäftigung – im Januar lag die Arbeitslosenquote nach Angaben der Statistikbehörde CSU bei 2,4 Prozent. Nach der Berechnungsmethode der Arbeitsämter waren es 3,9 Prozent.

Nach Einschätzung des früheren Finanzministers Ivan Pilny von der liberal-populistischen ANO-Partei ist die tschechische Wirtschaft zu stark abhängig von der Entwicklung in Deutschland. Auch dort hätten einige Experten vor einer Überhitzung der Wirtschaft gewarnt. Zudem werde in Tschechien noch zu wenig an Nachhaltigkeit gedacht: „Wasser und Wärme werden verschwendet.“

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