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Geldpolitik Türkische Notenbank senkt Reservegrenze für Institute

Die türkischen Währungshüter versuchen dem Fall der türkischen Lira entgegenzuwirken – Limits für Reserve-Anforderungen sollen nun helfen.

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Die Landeswährung der Türkei hat dieses Jahr bereits rund 27 Prozent an Wert eingebüßt. Quelle: Reuters

Ankara Die türkische Zentralbank stemmt sich gegen den rasanten Verfall der Landeswährung. Die Währungshüter senkten am Montag die Obergrenze für spezielle Reserveanforderungen an Geschäftsbanken, wie sie am Montag mitteilte.

Die türkische Lira stürzt seit einiger Zeit von einem Rekordtief zum nächsten und hat dieses Jahr bereits rund 27 Prozent an Wert eingebüßt. Zum Euro markierte die Landeswährung am Montag einen neuen Tiefstand bei 6,09 Lira.

Die Notenbank setzte die Obergrenze für den Anteil an Devisen herab, den die Institute für ihre Reserve-Anforderungen einsetzen können. Dieses Limit liegt künftig nur noch bei 40 statt wie bisher bei 45 Prozent. Geschäftsbanken können im Rahmen des sogenannten "Reserve Options Mechanism" (ROM) einen Anteil ihrer Reserven bei der Notenbank in Devisen oder Gold statt in Lira hinterlegen. Die Grenzen legt die Notenbank fest.

Der Schritt verschafft den Instituten laut den Währungshütern 2,2 Milliarden Dollar an Liquidität.

Der wachsende Einfluss von Präsident Recep Tayyip Erdogan auf die eigentlich unabhängige Zentralbank macht internationale Investoren zunehmend nervös. Die Inflation in der Türkei ist zudem auf über 15 Prozent gestiegen. Dazu kommt aktuell noch der Konflikt mit den USA um den inhaftierten US-Pastor Andrew Brunson. Inzwischen verhängten die USA und die Türkei Sanktionen gegen Mitglieder der jeweils anderen Regierung.

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