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Geldpolitik Türkische Notenbank will an straffer Zinspolitik festhalten

Die Kritik vom türkischen Staatspräsidenten Erdogan perlt an der nationalen Notenbank ab. Wenn erforderlich, will sie ihre Geldpolitik sogar straffen.

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Die Notenbank des Landes ist gegen eine Abkehr von ihrer straffen Zinspolitik. Quelle: dpa

Ankara Die türkische Zentralbank erteilt Forderungen nach einer raschen Abkehr von ihrer straffen Zinspolitik eine Absage. Sie werde an ihrer bisherigen Ausrichtung solange festhalten, bis es bei der Teuerung eine „überzeugende Verbesserung“ gebe, sagte Notenbankchef Murat Cetinkaya am Mittwoch zur Vorstellung des vierteljährlichen Inflationsberichts. Wenn erforderlich, werde sie ihre Geldpolitik weiter straffen.

Die Notenbank hatte auf ihrer Sitzung Mitte Januar ihre Leitzinsen bei 24 Prozent belassen. Die wiederholte Kritik von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan, der ein erklärter Zinsgegner ist, hatte unter Anlegern Zweifel aufkommen lassen, ob die Währungshüter unabhängig agieren können.

Für das laufende Jahr senkte die Notenbank ihre Inflationsprognose auf 14,6 Prozent von zuvor 15,2 Prozent. Innerhalb der nächsten drei Jahre will sie die Inflation auf unter zehn Prozent drücken. Zum Jahresausklang 2018 war die Teuerung wegen Steuersenkungen und Rabatten kräftiger als erwartet zurückgegangen. Im Dezember lag sie bei 20,3 Prozent, nachdem sie noch im Oktober mit 25 Prozent ein 15-Jahreshoch markiert hatte.

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