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Geldpolitik Türkische Zentralbank hält Leitzins konstant bei 17,0 Prozent

Nach zwei Zinserhöhungen belässt die Notenbank den Leitzins auf dem aktuellen Niveau. Sie erklärte, die sehr hohe Inflation langfristig drücken zu wollen.

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Die türkische Währung hat im vergangenen Jahr erheblich an Wert eingebüßt. Quelle: dpa

Die türkische Zentralbank drückt nach zwei Zinserhöhungen in Folge zu Jahresbeginn die Pausentaste. Sie beließ den geldpolitischen Schlüsselsatz am Donnerstag bei 17,0 Prozent. Von Reuters befragte Ökonomen hatten damit gerechnet. Die türkische Lira gab nach der Entscheidung zum Dollar nach. Sie hat im Corona-Jahr 2020 bereits rund 20 Prozent an Wert gegenüber der US-Devise eingebüßt.

Die Währungshüter sehen sich mit einer anziehenden Inflation konfrontiert, die Ende 2020 bei rund 14,5 Prozent lag. Sie erklärten nun, sie blieben ihrem harten geldpolitischen Kurs treu, bis sich ein nachhaltiger Rückgang der Inflation abzeichne. Falls nötig, werde es weitere Schritte zur Straffung geben.

Der einflussreiche Staatschef Recep Tayyip Erdogan gilt eigentlich als Gegner höherer Zinsen, hat sich aber unter dem Eindruck des Verfalls der Landeswährung offen für einen strafferen geldpolitischen Kurs gezeigt und seinen Vertrauten Naci Agbal auf den Chefsessel der Zentralbank gehievt.

Mehr: Trendwende bei der türkischen Lira – aber Zweifel bleiben

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