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Geldpolitik Ungarns Notenbank legt mit weiterer Zinserhöhung nach

Die Währungshüter in Budapest hatten im Juni als erste in der EU die Zinsen. Sie reagieren damit auf den hohen Preisauftrieb in Ungarn.

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Die Inflationsrate im Land stieg im September auf mehr als fünf Prozent. Quelle: Reuters

Angesichts rasant steigender Preise hat Ungarns Notenbank den Leitzins weiter angehoben. Er wurde am Dienstag um 15 Basispunkte auf 1,8 Prozent erhöht. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit dem Schritt gerechnet. Die Währungshüter in Budapest hatten im Juni als erste in der EU die Zinszügel gestrafft und dann jeden Monat nachgelegt. Sie reagieren damit auf den hohen Preisauftrieb in Ungarn.
Die Landeswährung grenzte nach dem jüngsten Zinsentscheid ihre anfänglichen Gewinne wieder ein, da einige Anleger auf einen deutlicheren Dreh an der Zinsschraube gehofft hatten. Ein Euro kostete zuletzt 360,90 Forint.

Die Inflationsrate in Ungarn war im September auf 5,5 Prozent nach oben geschossen, nach einer Teuerung von 4,9 Prozent im August. Viele Beobachter erwarten, dass die Währungshüter weiter an der Zinsschraube drehen werden – Prognosen zufolge könnte Ende 2022 ein Niveau von 2,4 Prozent erreicht werden.

Zuletzt hatte die Zentralbank Tschechiens die Märkte mit einer kräftigen Erhöhung überrascht. Und auch die Währungshüter in Polen haben unlängst unerwartet den geldpolitischen Schlüsselsatz angehoben.

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