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Geldpolitik unter Draghi Anleger halten Zinserhöhung in Draghis Amtszeit für unwahrscheinlich

Eine Zinserhöhung in der Amtszeit von EZB-Chef Draghi halten Anleger für sehr unwahrscheinlich. Eine Amtszeit ohne Zinsanhebung ist Experten zufolge beispiellos – die Gründe für das Kaufprogramm aber auch.

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London Am Geldmarkt wird eine Zinserhöhung der EZB noch in der Amtszeit von Notenbankchef Mario Draghi für sehr unwahrscheinlich gehalten. Anleger spekulieren inzwischen kaum mehr auf einen solchen Schritt, wie aus Terminkontrakten am Freitag hervorging. Die Europäische Zentralbank hatte am Donnerstag ihre vor allem in Deutschland umstrittenen Anleihenkäufe bis Ende September 2018 verlängert. Zugleich bekräftigte sie, dass ihre Schlüsselzinsen noch weit über die Zeit der Käufe hinaus auf dem aktuellen Niveau verharren werden. Draghis achtjährige Amtszeit endet im Herbst 2019.

Die Differenz zwischen Terminkontrakten für den Herbst 2019 und dem aktuellen Eonia-Index liegt derzeit nur bei zwei Punkten. Das bedeutet, dass Anleger die Wahrscheinlichkeit für eine Anhebung des EZB-Einlagensatzes von aktuell minus 0,4 Prozent auf minus 0,3 Prozent bis dahin auf 20 Prozent taxieren.

Die EZB hatte ihre Zinsen zuletzt 2011 angehoben - damals noch unter Draghis Vorgänger Jean-Claude Trichet. Nach Einschätzung von Marktstratege Matt Cairns von der Rabobank wäre eine Amtszeit ohne Zinsanhebung für einen modernen Geldpolitiker beispiellos. Zugleich seien aber auch die Umsetzung und die Gründe für das Kaufprogramm beispiellos.

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