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Geldpolitik US-Notenbanker warnt vor nächstem Abschwung

Derzeit hebt die Fed ihren Leitzins schrittweise an. Führungsmitglied Charles Evans warnt nun vor schlechten Zeiten für die US-Notenbank.

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„Jetzt ist es an der Zeit, genau hinzuschauen, ob und wie der strategische geldpolitische Rahmen der Fed geändert werden könnte, um diese potenziellen Herausforderungen besser zu bewältigen.“ Quelle: Reuters

London Die US-Notenbank Fed muss sich nach den Worten ihres Führungsmitglieds Charles Evans auf schlechtere Zeiten vorbereiten. „Wir müssen vorausschauend planen“, sagte der Chef der Chicago Federal Reserve Bank am Mittwoch auf einer Veranstaltung in London. Seit der Finanzkrise habe sich die Wirtschaft grundlegend geändert. Dadurch müssten die Leitzinsen nicht so hoch sein wie in der Vergangenheit, um einen dämpfenden Konjunktureffekt zu haben. Das wiederum bedeute weniger Spielraum für Zinssenkungen, sollte der nächste Abschwung eintreten.

Die Notenbank könnte dann wieder gezwungen sein, umstrittene Instrumente wie Anleihenkäufe einzusetzen, um das Wachstum anzuregen. „Jetzt ist es an der Zeit, genau hinzuschauen, ob und wie der strategische geldpolitische Rahmen der Fed geändert werden könnte, um diese potenziellen Herausforderungen besser zu bewältigen“, sagte Evans.

Die Fed hebt derzeit schrittweise ihren Leitzins an. Ende September wurde er zum dritten Mal in diesem Jahr erhöht auf die neue Spanne von 2,0 bis 2,25 Prozent. Wahrscheinlich werden noch vier weitere Anhebungen bis Ende 2019 folgen. Damit kann die Zentralbank einer Überhitzung der Konjunktur vorbeugen: Das Bruttoinlandsprodukt war im Frühjahr so stark gewachsen wie seit fast vier Jahren nicht mehr. Der weltgrößten Volkswirtschaft droht nach Ansicht von Notenbankchef Jerome Powell bis zum Beginn des kommenden Jahrzehnts kein Konjunktureinbruch.

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