Geldwäsche Harte Strafen gegen Schweizer Bank BSI

Schweizer Behörden haben gegen die Bank BSI ein Strafverfahren wegen Geldwäsche und Bestechung eröffnet, Singapur entzieht dem Institut die Zulassung. Bankchef Stefano Coduri ist bereits zurückgetreten.

Die Schweizer Finanzaufsicht zieht wegen der Verletzung von Geldwäschebestimmungen 95 Millionen Euro ein. Quelle: dpa

Zürich/SingapurDie Schweizer Bundesanwaltschaft verdächtigt die Banca della Svizzera Italiana (BSI), interne Kontrollabläufe mangelhaft organisiert zu haben. Dies habe dazu geführt, dass mögliche Geldwäsche und Bestechung im Korruptionsskandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB nicht verhindern worden seien, hieß es in einer Mitteilung der Behörde vom Dienstag. Die Schweizer Finanzmarktaufsicht zieht wegen der Verletzung von Geldwäschebestimmungen 95 Millionen Franken ein.

Zuvor hatte Singapur BSI die Zulassung entzogen und angeordnet, dass das Institut in dem Stadtstaat geschlossen wird. Aus Singapurs Notenbank heißt es, in der Geschichte Singapurs Finanzsektor habe es noch so gravierende Verletzungen gegen Kontrollpflichten gegeben. BSI-Chef Stefano Coduri tritt zurück und wird durch Roberto Isolani ersetzt.

EFG International will die im Februar angekündigte Übernahme von BSI abschließen, zahlt aber weniger, als ursprünglich vereinbart.

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