Gelpolitik der US-Notenbank Fed-Notenbanker Kashkari gegen Zinsanhebungen

Notenbanker Neel Kashkari plädiert stattdessen für ein stetig aufbauendes Einkommenswachstum – und setzt auf einen engeren Arbeitsmarkt.

Der Präsident der Fed von Minneapolis spricht sich gegen eine aggressive Zinspolitik aus. Quelle: Reuters

MinneapolisDie US-Notenbank sollte nach Ansicht des Präsidenten der Fed von Minneapolis, Neel Kashkari, mit Zinserhöhungen warten. „Ich möchte, dass sich das Einkommenswachstum weiter aufbaut, ich möchte, dass sich die Inflation auf unser Zwei-Prozent-Ziel hinbewegt“, sagte Kashkari, der seit längerem gegen Zinsanhebungen argumentiert, am Mittwoch. Ein enger Arbeitsmarkt ermutige Arbeitgeber dazu, Beschäftigte einzustellen, die sie sonst nicht berücksichtigen würden. Die Fed solle zulassen, dass sich dieser Prozess fortsetze.

Die US-Notenbank hat sich auch unter ihrem neuen Chef Jerome Powell nicht auf eine aggressivere Zinspolitik festgelegt. In seiner ersten Anhörung im Kongress signalisierte Powell am Dienstag, dass er am Kurs behutsamer Zinsanhebungen festhalten werde. Unter Powells Vorgängerin Janet Yellen hatte die Fed einen Kurs der vorsichtigen Normalisierung ihrer Geldpolitik eingeleitet. Seit Dezember 2015 hob sie in mehreren Schritten den Leitzins an. Seit Oktober 2017 verringern die Dollar-Wächter zudem ihre im Zuge der jahrelangen Krisenpolitik aufgeblähte Bilanz.

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