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Genehmigungsverfahren US-Justizminister erklärt sich bei T-Mobile-Sprint-Fusion für befangen

William Bar soll in einer Mitteilung an die Ethik-Kommission der US-Regierung offengelegt haben, dass er Bonds der Konzerne besitzt. Deshalb habe er sich für befangen erklärt.

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Barr hatte sich auch schon bei der Überprüfung der Übernahme von Time Warner durch AT&T als Eigner für befangen erklärt. Quelle: Reuters

Wasington US-Justizminister William Barr hat sich Insidern zufolge im Genehmigungsverfahren der Fusion von T-Mobile US mit Sprint für befangen erklärt. Der Grund sei, dass er Anteile an beiden Telekommunikationsunternehmen halte, sagte eine mit der Entscheidung vertraute Person. In einer Mitteilung an die Ethik-Kommission der US-Regierung habe Barr offengelegt, dass er Bonds der Konzerne besitze. Bei der Telekom-Tochter T-Mobile US geht es demnach unter anderem um eine Anleihe im Wert zwischen etwa 15.000 und 50.000 Dollar, bei Sprint um weniger als rund 1000 Dollar. Barr hatte sich auch schon bei der Überprüfung der Übernahme von Time Warner durch AT&T als Eigner für befangen erklärt.

Am Montag hatten T-Mobile und Sprint die Frist für ihren geplanten Zusammenschluss im Volumen von 26 Milliarden Dollar bis zum 29. Juli verlängert. Die Nummer drei und vier des US-Mobilfunkmarkts ringen um die Zustimmung sowohl der der Aufsichtsbehörde FCC als auch des Justizministeriums. Die Kartellrechtsabteilung des Ministeriums hatte signalisiert, dass ihre Entscheidung noch ungewiss sei. Während die Firmen günstigere Tarife für die Kunden in Aussicht stellen, befürchten Verbraucherschützer höhere Preise nach einem Zusammenschluss. Über Barrs Befangenheitserklärung hatte zuerst die "New York Post" berichtet.

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