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Genossenschaftliche Banken Geplante Fusion von Hamburger und Lübecker Volksbank platzt unerwartet kurz vor dem Ziel

Der durch Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagene Zusammenschluss hat die erforderliche Mehrheit von 75 Prozent verfehlt. Über einen zweiten Anlauf wollen die Banken vorerst nicht sprechen.

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In den vergangenen Jahren ist die Zahl der genossenschaftlichen Banken in Deutschland deutlich gesunken. Durch Fusionen lassen sich Kosten senken. Quelle: dpa

Die geplante Fusion von Hamburger Volksbank und Volksbank Lübeck ist geplatzt. Bei der Vertreterversammlung der Volksbank Lübeck sprachen sich 50 Prozent der Anwesenden gegen die Fusion und somit für den Erhalt der Eigenständigkeit aus, wie das Institut am Mittwoch erklärte. Eine Fusion – wie durch Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagen – verfehlte damit die erforderliche Mehrheit von 75 Prozent.

„Das Abstimmungsergebnis kam unerwartet“, hieß es in der Mitteilung der Volksbank Lübeck. Ein Sprecher erklärte auf Nachfrage von Bloomberg, es sei noch zu früh, über einen neuen Anlauf für eine Fusion zu diskutieren. Bei der Hamburger Volksbank war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Im Privatbanken-Sektor hatten sich im vergangenen Jahr auch schon die Deutsche Bank und die Commerzbank nicht auf einen Zusammenschluss verständigen können.

Dabei leiden viele Banken im Land unter geringer Profitabilität, niedrigen Zinsen sowie regulatorischen Anforderungen. Die Coronakrise dürfte die Herausforderungen verschärfen. Durch Fusionen können meist Kosten gesenkt werden.

In den vergangenen Jahren ist die Zahl der genossenschaftlichen Banken in Deutschland bereits deutlich gesunken. Gab es 1970 noch über 7000 Institute, so waren es im vergangenen Jahr nur noch 841, wie Statistiken des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken zeigen.

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