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Gescheiterte Fusionspläne "Die Börse kann gut auf eigenen Beinen stehen"

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"Grenzüberschreitende Zusammenschlüsse sehr schwierig"

Die Börse hat leidvolle Erfahrung mit geplatzten Fusionen gemacht.
Das kann man so sagen. Aber jetzt gilt es, den Blick nach vorne zu richten. Das Management muss die Kostendisziplin wahren und zugleich eine neue Wachstumsgeschichte erzählen.

Könnte sich der Konzern mit einer anderen europäischen Börse wie der französischen Euronext zusammentun?
Das dürfte schwierig werden. Der gescheiterte Anlauf mit London zeigt einmal mehr, dass grenzüberschreitende Zusammenschlüsse von Börsenbetreibern sehr schwierig sind, weil die Politik dabei stets mitzureden hat. Wahrscheinlich würden wir dann darüber diskutieren, ob das Hauptquartier in Frankfurt oder Paris liegen soll.

Welche Optionen bleiben Börsenchef Kengeter dann?
Ich denke, dass wir kleine und mittlere Übernahmen in Bereichen sehen werden, die bislang nicht unbedingt zum Kerngeschäft der Börse zählen.

Das klingt eher nach einer Politik der kleinen Schritte statt nach dem großen Wurf.
Stimmt, aber das muss ja nicht schlimm sein. Kurz nach dem Amtsantritt von Carsten Kengeter übernahm die Börse die Devisenplattform 360T und erschloss sich damit ein neues Geschäftsfeld. Vielleicht sehen wir weitere Übernahmen in dieser Größenordnung, etwa im Energiegeschäft oder im Marktdatenbereich.

Welches Zeugnis stellen Sie Herrn Kengeter aus?
Er hat bei dem Deal eine etwas unglückliche Figur gemacht, insbesondere hat er den politischen Aspekt einer solchen Transaktion unterschätzt. Aber bei aller Kritik kann man ihm auf jeden Fall zugutehalten, dass er frischen Wind in den Konzern gebracht hat.

Herr Häßler, wir danken für das Gespräch.

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