Gewinnrückgang Krisenmärkte setzen Helaba zu

Marktkrisen könnten den Gewinn der Landesbank Hessen-Thüringen in diesem Jahr schrumpfen lassen, warnt Vorstandschef Herbert-Hans Grüntker. Die Rentabilität der einzelnen Geschäftsfelder müsse hinterfragt werden.

2015 hat die Frankfurter Landesbank den Gewinn vor Steuern mit 596 Millionen Euro fast auf dem Rekordniveau des Vorjahres gehalten. Für dieses Jahr befürchtet sie einen Rückgang. Quelle: dpa

FrankfurtDer neue Vorstandschef der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) stellt sich in diesem Jahr auf mehr Gegenwind ein. Die politischen und wirtschaftlichen Krisen in aller Welt verunsicherten die Märkte, warnte Herbert-Hans Grüntker am Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt. „Aufgrund dieses schwierigen Marktumfeldes, der höheren regulatorischen Kosten und der steigenden Kapitalanforderungen müssen wir mit spürbaren Abstrichen beim Konzernergebnis rechnen.”

Er kündigte eine „Schärfung des Geschäftsmodells” an. Die Rentabilität der einzelnen Geschäftsfelder müsse hinterfragt werden, die Helaba müsse sich auf ihre Stärken konzentrieren. Mit den Sparkassen in Nordrhein-Westfalen, für die die Helaba seit dem Aus der WestLB als Verbundbank fungiert, und den Firmenkunden im bevölkerungsreichsten Bundesland will Grüntker stärker ins Geschäft kommen.

2015 hat die Frankfurter Landesbank den Gewinn vor Steuern mit 596 Millionen Euro fast auf dem Rekordniveau des Vorjahres (607 Millionen Euro) gehalten. Zins- und Provisionsüberschuss erreichten neue Höchststände. Die Risikovorsorge sei mit 237 (2014: 80) Millionen Euro auf einen normalen Wert gestiegen, erklärte die Helaba. Dabei handele es sich aber weniger um den Ausfall einzelner Kredite, sondern um pauschale Wertberichtigungen. „Wir haben das gute Ergebnis 2015 genutzt, um intensiv Vorsorge für die Zukunft zu betreiben”, sagte Grüntker

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