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GfK-Untersuchung Das Konsumklima in Deutschland stabilisiert sich

Die Stimmung der Verbraucher verbessert sich etwas: Das GfK-Konsumbarometer legt zu. Experten hatten jedoch mit einem stärkeren Anstieg gerechnet.

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Die Stimmung der Verbraucher hellt sich etwas auf. Quelle: dpa

Trotz steigender Infektionszahlen in Deutschland bessert sich die Stimmung der Verbraucher etwas. Die Nürnberger GfK-Marktforscher sagen nach dem Rückgang im September für Oktober wieder einen Anstieg ihres Barometers voraus: und zwar um 0,1 Punkte auf minus 1,6 Zähler.

„Offenbar sind die umfangreichen Konjunkturpakete für Unternehmen und Verbraucher geeignete Maßnahmen, um Deutschland aus der schwersten Rezession der Nachkriegszeit zu helfen“, erklärte GfK-Experte Rolf Bürkl zu der am Mittwoch veröffentlichten monatlichen Umfrage unter rund 2000 Verbrauchern.

Die von der Nachrichtenagentur Reuters befragten Experten hatten sich allerdings auf einen stärkeren Anstieg des Barometers auf minus 1,0 Zähler eingestellt. Der weitere Verlauf des Infektionsgeschehens sowie die Arbeitsmarktlage sind laut Bürkl entscheidend dafür, ob der Dämpfer im September „eine Eintagsfliege bleibt“ und sich die Konsumstimmung in den kommenden Monate weiter erholen kann.

Mediziner haben für den Herbst schon vor steigenden Corona-Infektionszahlen gewarnt. Als erste deutsche Millionenstadt hat München angesichts steigender Corona-Fälle bereits Einschränkungen des öffentlichen Lebens beschlossen.

Die Bundesagentur für Arbeit meldete für August gegenüber dem Vormonat keinen Corona-bedingten Anstieg der Arbeitslosigkeit. Zudem ging zuletzt die Zahl der Kurzarbeiter spürbar zurück. „All dies trägt sicherlich zur stabilen Entwicklung der Einkommenserwartung der privaten Haushalte bei“, so der GfK-Experte.

Diese Tendenz schlug sich im September allerdings nicht in der Neigung der Verbraucher zum Kauf teurer Güter wie etwa Autos oder Möbel nieder. Das Barometer gab um 5,3 Zähler auf 38,4 Punkte nach: „Trotz der Verluste ist das Niveau der Konsumneigung angesichts der Lage als überaus zufriedenstellend zu bezeichnen“, erklärten die Nürnberger Forscher.

Mehr: DIW-Prognose: Wirtschaft wird die Corona-Rezession schneller überwinden als gedacht.

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