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Glücksspiel Gauselmann-Gruppe übernimmt landeseigene Spielbanken in NRW

Die vier bestehenden Spielbanken in NRW erzielten 2019 die mit rund 900 Mitarbeitern Spielerträge in Höhe von gut 117 Millionen Euro. Quelle: dpa

Die Casinos in Aachen, Bad Oeynhausen, Dortmund und Duisburg haben einen neuen Eigentümer. Gründer Paul Gauselmann spricht von einem „Meilenstein“ der Firmengeschichte.

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Die vier landeseigenen nordrhein-westfälischen Spielbanken in Aachen, Bad Oeynhausen, Dortmund-Hohensyburg und Duisburg bekommen einen neuen Besitzer: den Glücksspielkonzern Gauselmann. Die Gauselmann Spielbanken Beteiligungs GmbH habe im bereits im vergangenen Jahr eingeleiteten Verkaufsprozess für die Westspiel-Gruppe den Zuschlag erhalten, teilte der bisherige Eigentümer, die NRW-Bank, am Mittwoch mit. Der Kaufvertrag sei am Dienstag unterschrieben worden. Er bedarf allerdings noch der Zustimmung der Kartellbehörden.

Über den Kaufpreis machten beide Seiten keine Angaben. Der Zuschlag im Bieterwettbewerb sichert dem Familienunternehmen nicht nur die Kontrolle über die vier bestehenden Spielbanken in NRW, die mit rund 900 Mitarbeitern 2019 Spielerträge in Höhe von gut 117 Millionen Euro erzielten, sondern bietet dem Unternehmen auch noch die Möglichkeit, zwei weitere Spielbanken in NRW zu eröffnen, wie Gauselmann betonte.

Die Casinos in Aachen, Bad Oeynhausen, Dortmund und Duisburg sollen unter dem Namen „Merkur“-Spielbanken weiter geführt werden.

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Unternehmensgründer Paul Gauselmann sprach von einem Meilenstein in der mehr als 60-jährigen Unternehmensgeschichte. Der Konzern könne nun auch in seinem Heimatland NRW zeigen, dass er die „hohe Schule“ des Spiels mit und um Geld beherrsche. Die Gauselmann-Gruppe beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit rund 14.000 Menschen und machte zuletzt einen Jahresumsatz von rund 3,5 Milliarden Euro.

Seit 2013 betreibt das Unternehmen Spielbanken in Sachsen-Anhalt. Zudem ist die Gauselmann-Gruppe seit 2016 an der Spielbank Berlin und seit 2019 an drei Spielbanken in Rheinland-Pfalz beteiligt.

Mehr zum Thema: Nach zehn Jahren Streit hat Deutschland zum 1. Juli das Onlineglücksspiel freigegeben. Doch ihr wichtigstes Ziel dürfte die Politik verfehlen: den Schwarzmarkt auszutrocknen.

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