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Greensill Capital-Pleite Britische Ermittler nehmen Greensill-Kunden GFG ins Visier

Gegen die Unternehmensgruppe des Industriemagnaten Sanjeev Gupta haben britische Ermittler ein Verfahren nach dem Zusammenbruch des Finanzdienstleisters Greensill Capital eingeleitet. Quelle: imago images

Im Skandal um Greensill Capital nehmen britische Ermittler nun die Gupta Family Group Alliance ins Visier. Es gebe Hinweise auf Betrug und Geldwäsche.

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Nach dem Zusammenbruch des Finanzdienstleisters Greensill Capital haben britische Ermittler ein Verfahren gegen die Unternehmensgruppe des Industriemagnaten Sanjeev Gupta eingeleitet. Es gebe bei Unternehmen der Gupta Family Group Alliance (GFG) den Verdacht auf Betrug, betrügerischen Handel und Geldwäsche, teilte die Behörde Serious Fraud Office (SFO) am Freitag mit. Im Blick seien dabei auch die Vereinbarungen mit der inzwischen insolventen Greensill Capital. Ein GFG-Sprecher sagte, man werde die Ermittlungen umfassend unterstützen.

GFG ist durch die Greensill-Insolvenz selbst in Schieflage geraten. Der weltweit agierende Konzern betreibt in Großbritannien mehrere Stahlwerke. Insgesamt beschäftigt GFG nach eigenen Angaben mehr als 35.000 Menschen. Zu Guptas Unternehmensgruppe gehört auch der Stahlhersteller Liberty Steel. Liberty hatte im vergangenen Winter ein Übernahmeangebot für die Stahlsparte von Thyssenkrupp vorgelegt. Nach intensiven Gesprächen hatte der deutsche Branchenführer aber im Februar Liberty Steel eine Absage erteilt. Zu „wesentlichen Anforderungen von Thyssenkrupp“ sei keine gemeinsame Lösung gefunden worden, hatten die Essener damals mitgeteilt.

In Deutschland ist von der Insolvenz des Greensill-Konzerns die Bremer Greensill Bank betroffen. Die Finanzaufsicht Bafin hatte das Institut im März wegen Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang ihres Geschäfts mit GFG geschlossen. Viele deutsche Kommunen bangen nun um Millionenbeträge, die sie bei Greensill angelegt hatten.



In Großbritannien zieht der Fall Greensill immer weitere Kreise. Am Donnerstag hatte der frühere Premierminister David Cameron vor einem Parlamentsausschuss wegen seiner Lobby-Tätigkeit für das Unternehmen aussagen müssen, das sein Geschäftsmodell auf kurzfristige Handelskredite für Industrieunternehmen gegründet hatte.

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Cameron hatte mit Dutzenden E-Mails und Textnachrichten versucht, Regierungsmitglieder davon zu überzeugen, Greensill mit staatlichem Geld über Wasser zu halten. Die Beziehungen mit Unternehmensgründer Lex Greensill hatte er während seiner Zeit als Premierminister von 2010 bis 2016 eingefädelt.

Mehr zum Thema: Die Pleite der Greensill Bank setzt die renommierte Großkanzlei Noerr unter Druck. Denn die Bande zwischen den Topjuristen und dem Bremer Institut waren besonders eng.

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