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Griechenland Griechische Notenbank spricht sich für Ende der Kapitalkontrollen aus

Laut einem Regierungsmitarbeiter befürwortet die griechische Notenbank die vollständige Abschaffung der Kapitalkontrollen. Die Folgen sind allerdings noch unklar.

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Die Obergrenze für wöchentliche Bargeldabhebungen wurden bereits abgeschafft. Quelle: dpa

Athen Die griechische Zentralbank spricht sich einem Insider zufolge für eine vollständige Aufhebung der während der eskalierenden Schuldenkrise eingeführten Kapitalkontrollen aus. Eine entsprechende Empfehlung sei dem neuen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis gegeben worden, sagte ein hochrangiger Mitarbeiter der Regierung am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Kapitalkontrollen könnten im September oder Oktober abgeschafft werden. Derzeit würden noch die Folgen eines solchen Schrittes untersucht.

Die Vorgängerregierung unter Alexis Tsipras hatte die Kontrollen im Juni 2015 verhängt, um in der Schuldenkrise einen massiven Geldabfluss bei den angeschlagenen heimischen Banken zu verhindern. Das hoch verschuldete Land wurde mit milliardenschweren Finanzhilfen vor der Staatspleite bewahrt. Die Kapitalkontrollen sind bereits deutlich gelockert. So wurden die Obergrenzen für Bargeldabhebungen von zeitweise 420 Euro pro Woche ganz abgeschafft. Für Geldtransfers ins Ausland bestehen aber immer noch Beschränkungen.

Kunden hatten zwischen November 2014 und Juli 2015 mehr als 50 Milliarden Euro ihrer Gelder abgezogen – aus Furcht vor einem Staatsbankrott und einem Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone.

Mehr: Yannis Stournaras, Chef der griechischen Zentralbank, mahnt, nicht die gleichen Fehler in der Haushaltspolitik zu machen. Lesen Sie das ganze Handelsblatt-Interview hier.

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