Griechenland Hellas-Banken brauchen für völlige Genesung noch Zeit

Griechische Banken werden nach Einschätzungen der EZB noch etwas länger schwächeln. Ein vorgezogener Stresstest soll Ergebnisse liefern.

Der Anteil der faulen Kredite ist in Griechenland mit rund 50 Prozent am höchsten im Euro-Raum. Quelle: dpa

FrankfurtGriechenlands Geldhäuser brauchen nach Einschätzung der EZB-Bankenaufsicht noch Zeit, um die Schuldenkrise ganz hinter sich zu lassen. „Wie jemand der lange krank war, sind die griechischen Banken noch etwas schwach“, sagte die oberste Bankenwächterin der Europäischen Zentralbank (EZB), Daniele Nouy, am Donnerstag in Delphi laut Redetext. Es brauche Zeit und Entschlossenheit, damit sie sich völlig erholen. Der Anteil der faulen Kredite sei in Griechenland mit nahe 50 Prozent am höchsten im Euro-Raum. „Und das ist ein großes Problem,“ so die Französin.

Die EZB hatte unlängst angekündigt, ihren Stresstest für die vier größten griechischen Banken vorzuziehen. Damit will sie sich Klarheit über deren Lage verschaffen. Die Resultate sollen im Mai veröffentlicht werden - die Ergebnisse für die 33 anderen europäischen Banken im November.

Sollten Geldhäuser im Basis-Szenario Kapitallücken aufweisen, müssten diese auf jeden Fall aufgefüllt werden, sagte Nouy. Sollten sie im Negativ-Szenario schlecht abschneiden, werde die EZB je nach Einzelfall entscheiden. Seit Herbst 2014 ist die EZB zusätzlich für die Überwachung der größten Banken im Euro-Raum zuständig.

Das hoch verschuldete Griechenland ist seit Jahren auf internationale Finanzhilfe angewiesen. Nach dem Ende des dritten Rettungsprogramm im August will der Staat aber wieder auf eigenen Beinen stehen.

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