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Großbritannien Britische Arbeitslosenquote auf tiefstem Stand seit 1975

Während die Arbeitslosigkeit in Großbritannien einen Tiefststand erreicht hat, steigen die Löhne nur minimal. Schuld ist der anstehende Brexit.

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Britische Firmen stellten zwischen April und Juni nur 42.000 neue Mitarbeiter ein. Quelle: dpa

London In Großbritannien ist die Arbeitslosigkeit auf den tiefsten Stand seit 43 Jahren gesunken. Für den Zeitraum April bis Juni meldete das Statistikamt ONS am Dienstag eine Erwerbslosenquote von 4,0 Prozent. Volkswirte hatten wie zuletzt mit 4,2 Prozent gerechnet. Allerdings stellten britische Firmen deutlich weniger neues Personal ein als Experten erwartet hatten – nämlich 42.000, während Ökonomen von 98.000 ausgegangen waren.

Der Lohnzuwachs für die Beschäftigten fiel wegen der vergleichsweise hohen Inflation eher mager aus. Die Gehälter stiegen um 2,4 Prozent. Dazu trugen laut ONS auch Änderungen bei den jährlichen Bonuszahlungen bei. Werden die anziehenden Verbraucherpreise berücksichtigt, blieb lediglich ein minimaler Zuwachs von 0,1 Prozent.

Seit dem Brexit-Votum im Sommer 2016, das zu einer Schwächung der Landeswährung Pfund führte und die Inflation anheizte, hat die britische Wirtschaft an Dynamik verloren. Zwar erholte sich die Konjunktur im zweiten Quartal etwas im Vergleich zu einem schwachen Jahresauftakt 2018. Dennoch dämpft weiter die Unsicherheit über die künftigen Handelsbeziehungen mit der EU das Wachstum. Großbritannien will Ende März 2019 die Europäische Union verlassen.

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