Großbritannien Britische Inflation im Juli niedriger als erwartet

Die mit dem Brexit verbundene Unsicherheit lastet auf der Wirtschaft und treibt die Preise in England auf ein konstant hohes Niveau. Jedoch fiel der Anstieg der Lebenshaltungskosten im Juli unerwartet niedrig aus.

Für das laufende Jahr erwartet die Bank von England nur noch ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt von 1,7 Prozent. Quelle: AP

LondonDer Preisdruck in Großbritannien bleibt auf hohem Niveau konstant. Ein neuer Inflationsschub blieb den Briten im Juli laut am Dienstag veröffentlichten Daten des Statistikamts erspart. Die Jahresteuerung fiel mit 2,6 Prozent genauso hoch aus wie im Juni. Experten hatten einen Anstieg der Lebenshaltungskosten um 2,7 Prozent erwartet. Die Inflation auf der Insel liegt schon seit längerem über dem Ziel der Notenbank von zwei Prozent. Getrieben werden die Preise vor allem durch das schwächere Pfund, das nach dem Anti-EU-Votum der Briten vom Juni 2016 abgewertet hat.

Dadurch verteuern sich die Importe auf die Insel, was die Inflation anheizt. Das Pfund Sterling fiel nach den schwächer als erwartet ausgefallenen Inflationsdaten mit 1,2910 Dollar auf den niedrigsten Stand zur US-Währung seit fünf Wochen.

Die Notenbank hat den Leitzins im August 2016 nach dem Brexit-Schock auf das Rekordtief von 0,25 Prozent gesenkt. Laut Notenbankchef Mark Carney lastet die mit dem Brexit verbundene Unsicherheit auf der Wirtschaft. Für das laufende Jahr erwartet die Bank von England nur noch ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt von 1,7 Prozent. Im Mai hatte sie noch 1,9 Prozent veranschlagt. Vor diesem Hintergrund wird an den Märkten trotz der vergleichsweise hohen Inflation frühestens im kommenden Sommer mit einer Zinserhöhung gerechnet.

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