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Großbritannien Britische Inflationsrate verharrt überraschend bei 2,4 Prozent

Trotz anders lautender Prognosen: Die Inflation in Großbritannien liegt im Mai auf dem niedrigsten Wert der vergangenen zwölf Monate.

Die Notenbank hat signalisiert, dass sie die Zinsen solange nicht anheben wird, bis sich die Konjunktur nachhaltig gebessert hat. Quelle: dpa

LondonDie Inflation in Großbritannien verharrt trotz kräftig steigender Ölpreise im Mai auf dem niedrigsten Wert seit gut einem Jahr. Die Verbraucherpreise legten im Mai nach den am Mittwoch vom Statistikamt ONS veröffentlichten Daten um 2,4 Prozent zum Vorjahresmonat zu.

Das kommt überraschend: Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Anstieg auf 2,5 Prozent gerechnet. Die Ölpreise legten mit 3,8 Prozent so kräftig zu wie seit über sieben Jahren nicht mehr. Entlastet wurden die Verbraucher dagegen beispielsweise von sinkenden Kosten für Computerspiele.

Die Wirtschaft auf der Insel lahmt nicht zuletzt wegen der vergleichsweise hohen Inflation. Grund dafür ist, dass die Landeswährung Pfund nach dem Brexit-Votum vom Sommer 2016 auf Talfahrt gegangen ist, wodurch sich Importe verteuern. Dies zehrt an der Kaufkraft der Briten.

Zudem investieren viele Firmen weniger, auch wegen der Unsicherheit über die Handelsbeziehungen nach dem geplanten EU-Ausstieg Ende März 2019.

Die Notenbank hat signalisiert, dass sie die Zinsen solange nicht anheben wird, bis sich die Konjunktur nachhaltig gebessert hat. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte von Januar bis März nur noch um 0,1 Prozent zu.

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