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Großbritannien Die Hochzeit des Jahres

In diesem Jahr heiratet der britische Prinz Harry seine Meghan. Das Ereignis verspricht aufregend zu werden. Aber die royale Hochzeit hat Tücken – für das Brautpaar und die Gäste: Was schenkt man dem königlichen Paar?

Prinz Harry und seine Verlobte Meghan Markle schauen sich anlässlich eines Besuchs im Schloss in Cardiff in Wales eine Tanz-Vorführung an. Quelle: dpa

LondonDie Briten wappnen sich in diesen Wochen für ein ganz besonderes Ereignis – und damit ist ausnahmsweise nicht der Brexit gemeint, über dessen Ausgestaltung in diesem Jahr besonders intensiv verhandelt werden wird. Nein, in Großbritannien steht ein – für manche Briten wohl gleichermaßen großartiges – Ereignis an: Die Hochzeit von Prinz Harry und seiner Verlobten, der US-Schauspielerin Meghan Markle.

Am 19. Mai werden die beiden sich in der historischen St George‘s Chapel in Windsor das Ja-Wort geben. Die Gästeliste ist wohl länger als bei den meisten anderen Briten: Rund 800 Menschen passen in die Kirche. Immerhin ist das ein deutlich bescheidener Rahmen als bei der Hochzeit von Prinz Harrys größerem Bruder. Als Prinz William vor sieben Jahren seine Kate ehelichte, waren mehr als 1900 Gäste geladen, darunter Stars wie Elton John, Richard Branson und die Beckhams. Aber schließlich steht Prinz Harry auch nur an fünfter Stelle der britischen Thronfolge.

Jedenfalls wird auf der Insel gespannt diskutiert, wer bei der bevorstehenden Hochzeit auf der illustren Gästeliste steht. Die Karten könnten ab Februar in die Briefkästen der glücklichen Gäste flattern. Fest steht, dass die königliche Familie kommt, schließlich hat das Paar den Segen der Königin Elisabeth und die Trauung findet quasi im Vorgarten des königlichen Palastes statt. Auch Freunde des Prinzen aus seiner Militärzeit können sich Hoffnung auf eine Einladung machen, ebenso wie die Tennisspielerin Serena Williams, mit der die Braut befreundet ist.

Weniger wahrscheinlich ist es, dass US-Präsident Donald Trump eine Karte erhält – auch wenn in Großbritannien spekuliert wird, dass er wohl nur allzu gerne käme und dass es die britische Regierung in eine missliche Lage bringt, wenn sein Name nicht auf der Gästeliste steht – besonders wenn Trumps Vorgänger Barack Obama und dessen Frau Michelle, mit denen Prinz William befreundet ist, eingeladen sein sollten.

Und auch Jo Marney wird ihren Namen nicht auf der Gästeliste finden: ihre rassistischen Kommentare über die Braut mit afroamerikanischen Wurzeln hatten in den vergangenen Wochen für Empörung auf der Insel gesorgt. Laut dem Boulevardblatt „Mail on Sunday“ soll Marney in Textnachrichten geschrieben haben, dass „Meghans Samen“ die „Königsfamilie verderben“ werde. Marneys bisheriger Freund Henry Bolton, Chef der rechtspopulistischen Partei UKIP – hatte sich daraufhin von ihr distanziert – vermutlich nicht ganz freiwillig, aber es waren Rufe nach seinem Rücktritt laut geworden.

Die geladenen Gäste stehen jedenfalls vor schwierigen Entscheidungen: Was ziehe ich an, wo werde ich übernachten und natürlich: was schenke ich? Um Doppelungen zu vermeiden empfiehlt sich ein Blick auf die Geschenke, die die Mitglieder der königlichen Familie in den letzten Monaten erhalten haben. Bequemerweise werden die Listen alljährlich Anfang Januar veröffentlicht.

So sollte man vielleicht auf Rugby-Trikots verzichten, auf Fotos des Brautpaares, auf Thermobecher für Kaffee, Taschenlampen, Kugelschreiber, dekorative Schutzumschläge für den britischen Reisepass, Bücher und Münzen – all diese Geschenke wurden dem Prinz schon in den vergangenen zwölf Monaten übergeben. Auch Schwerter, USB-Sticks, Honig und Kinderkleidung sind nun - in mehrfacher Ausführung – im Haushalt der königlichen Familie vorhanden.

Vielleicht geht es ja auch etwas origineller, schließlich hat die zukünftige Braut selbst Mut zu unkonventionellen Präsenten bewiesen. Zu Weihnachten, berichten britische Medien, hat Markle ihrer künftigen Schwieger-Großmutter einen Plüschhamster geschenkt, der singt, wenn man ihn drückt. Königin Elisabeth soll begeistert gewesen sein. Allerdings nicht ganz so begeistert wie ihre Hunde, die sich den Hamster gleich vorgenommen haben. Wer mit einer Einladung zu dem royalen Highlight rechnet, sollte also schon mal anfangen zu überlegen. Bis zur Hochzeit im Mai ist ja noch genug Zeit, um sich ein gutes Geschenk auszudenken.

Und wer keinen Platz auf der begehrtesten Gästeliste des Jahres bekommen hat, der kann immerhin noch auf eine andere royale Hochzeit hoffen: Auch Prinzessin Eugenie (Nummer acht in der britischen Thronfolge) hat sich verlobt und heiratet im Herbst ihren langjährigen Freund Jack Brooksbank – ebenfalls in Windsor.

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