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Großbritannien Notenbank sieht Geldhäuser für harten Brexit gerüstet

Die britischen Geldhäuser sind laut der Bank of England ausreichend mit Kapital ausgestattet, um die Wirtschaft nach dem Brexit zu tragen.

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EU-Unterhändler haben die Fortschritte bei den Brexit-Verhandlungen wiederholt als unzureichend kritisiert. Quelle: dpa

London Für den Fall eines harten Brexit vertraut die Notenbank in London auf die tragende Rolle der heimischen Geldhäuser für die Wirtschaft. Sie seien dafür ausreichend mit Kapital ausgestattet und bräuchten auch bei Turbulenzen an den Märkten keine zusätzlichen Mittel, teilte der finanzpolitische Ausschuss (FPC) der Bank of England am Mittwoch mit: „Der FPC ist weiter der Ansicht, dass das Bankensystem des Vereinigten Königreichs die Wirtschaft bei einem ungeordneten Brexit stützen könnte.“

Die EU-Bankenregulierer hatten jüngst größere Defizite von Finanzinstituten bei der Vorbereitung auf den Brexit ausgemacht.

Geldhäuser müssten sich noch viel stärker auf ein solches Krisenszenario eines britischen EU-Austritts ohne Anschlussvereinbarung vorbereiten, warnte die europäische Bankenbehörde EBA zu Wochenbeginn. Bislang sind die Banken aus EBA-Sicht noch nicht angemessen für den Fall vorbereitet, dass es zu einem ungeregelten Austritt der Briten aus der EU kommt.

Premierminister Theresa May will erst nach dem EU-Gipfel in dieser Woche weitere Einzelheiten zu den Vorstellungen ihrer Regierung über die Beziehungen zur EU nach dem Austritt ihres Landes vorlegen. Die EU-Unterhändler haben die Fortschritte bei den Verhandlungen wiederholt als unzureichend kritisiert und gewarnt, die Zeit für eine gütliche Trennung ohne große Verwerfungen etwa in den Handelsbeziehungen werde knapp.

Ein Hauptstreitpunkt ist, wie an der künftigen EU-Grenze zwischen dem britischen Nordirland und Irland verfahren werden soll.

Die Briten wollen die EU im März 2019 verlassen. Wegen der vielen Unklarheiten gewährt die EU dem Königreich aber eine Übergangsperiode bis Ende 2020. In der Zeit muss sich Großbritannien an EU-Regeln halten, bewahrt sich dafür aber den Zugang zum EU-Binnenmarkt und zur Zollunion.

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