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Grundstücksverkauf in Hongkong Deutsche-Bank-Großaktionär HNA holt sich frisches Geld in die Kassen

Das chinesische Konglomerat HNA nimmt mit Grundstücken 1,7 Milliarden Euro ein – und soll einen Deal im Londoner Finanzviertel vorbereiten.

Vor weniger als einem Jahr hatte das Konglomerat Grundstücke in Hongkong erworben, die es jetzt wieder verkauft hat. Quelle: Reuters

HongkongDer hoch verschuldete Deutsche-Bank-Großaktionär HNA arbeitet weiter mit Hochdruck daran, Geld in die Kassen zu bekommen. Am Dienstag versilberte das chinesische Konglomerat, das in den vergangenen Jahren Milliarden an Dollar in den Vereinigten Staaten und westlichen Ländern für Beteiligungen und Immobilien ausgegeben hat, zwei Grundstücke für 16 Milliarden Hongkong-Dollar (1,7 Milliarden Euro).

Dies teilte HNA am Dienstag in Hongkong mit. Der Konzern hatte die beiden Grundstücke erst vor weniger als einem Jahr erworben.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg will sich HNA auch von Immobilien im Londoner Finanzviertel Canary Warf für mehr als 500 Millionen US-Dollar trennen. Zudem stehen dem Bericht zufolge auch einige der in New York erworbenen Immobilien auf dem Prüfstand. Diese hatten zuletzt einen Wert von rund vier Milliarden US-Dollar.

HNA habe seinen Kreditgebern mitgeteilt, dass dem Konzern kurzfristig mindestens 15 Milliarden Yuan (zwei Milliarden Euro) fehlten, hieß es in dem „Bloomberg“-Bericht weiter. In der vergangenen Woche hatte die HNA auch den Anteil an der Deutschen Bank leicht reduziert. Gleichzeitig beteuerte der chinesische Mischkonzern, weiter zu dem Frankfurter Geldhaus zu stehen. Die Stimmrechte sanken von 9,90 Prozent auf 9,21 Prozent, wie aus Pflichtmitteilungen am Freitag hervorging.

HNA war Anfang 2017 groß bei der Deutschen Bank eingestiegen. Von Anfang an stand aber die Struktur und Finanzierung der Beteiligung in der Kritik.

HNA hatte sich mittels Derivaten gegen Kursverluste abgesichert, was den Chinesen den Vorwurf einbrachte, die Deutsche Bank nur als Spekulationsobjekt zu sehen. Zudem stand angesichts der zahlreichen Übernahmen durch HNA die Frage im Raum, ob sich der Konzern nicht übernommen habe.

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