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Hakan Kara Chefvolkswirt der türkischen Notenbank muss gehen

Der Umbau in der türkischen Notenbank geht weiter: Nach Präsident Cetinkaya müssen nun auch Chefvolkswirt Hakan Kara und weitere Top-Manager gehen.

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Der türkische Staatspräsident fordert vehement niedrigere Leitzinsen, um die heimische Wirtschaft anzukurbeln. Quelle: dpa

Ankara Die türkische Notenbank entlässt im Zuge ihres von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan betriebenen Umbaus ihren Chefvolkswirt. Neben Hakan Kara würden weitere Manager ihres Postens enthoben, heißt es in einem Dokument des Aufsichtsgremiums der Notenbank, das Reuters am Freitag vorlag. Insgesamt seien mehr als zehn Personen betroffen. Wer neuer Chefvolkswirt werden soll, ging aus dem Papier nicht hervor.

Im Juli hatte Erdogan Notenbankpräsident Murat Cetinkaya entlassen, sein Nachfolger wurde Murat Uysal, der bis dahin Vize-Präsident war. Uysal gilt anders als Cetinkaya als Befürworter einer lockeren Geldpolitik. In seiner ersten Sitzung unter Uysal hat der geldpolitische Ausschuss der Notenbank unlängst den Schlüsselzins um 425 Basispunkte auf 19,75 Prozent gesenkt.

Erdogan verlangt seit längerem niedrigere Zinsen, um mit billigerem Geld die Wirtschaft anzukurbeln. Die Intervention des Staatspräsidenten nährt allerdings Sorgen, dass die türkische Notenbank ihre Unabhängigkeit verliert.

Mehr: Entgegen den Prognosen: Die türkische Wirtschaft ist trotz der Leitzinssenkung stabil.

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