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Handelsblatt-Regulierungskonferenz EZB-Bankenaufseher sieht Probleme durch Brexit-Verschiebung

Bei manchen Instituten stocke die Umsetzung der Brexit-Vorbereitungen, warnt Andrea Enria auf der Handelsblatt-Konferenz “European Banking Regulation“

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Der EZB-Bankenaufseher im Interview auf der Handelsblatt-Konferenz in Frankfurt. Quelle: Bernd Roselieb

EZB-Chefbankenaufseher Andrea Enria hat vor Verzögerungen bei den Brexit-Plänen in der Finanzbranche gewarnt. Die Banken hätten zwar wie gefordert ihre Vorbereitungen getroffen, sagte Enria am Montag auf der Handelsblatt-Regulierungskonferenz “European Banking Regulation“ in Frankfurt.

Die Umsetzung hinke aber ein wenig hinterher. Die Unsicherheit über die Modalitäten des auf Ende Januar verschobenen EU-Ausstiegs der Briten habe dazu geführt, dass einige Geldhäuser mit der Verlagerung von Geschäftsteilen und Mitarbeitern zögern würden.

„Ich kann das verstehen. Es gibt dennoch Grund zur Sorge, wenn ein harter Brexit eintritt.“ Enria leitet seit Jahresbeginn die Bankenaufsicht bei der Europäischen Zentralbank.

Zu dem Vorschlag von Bundesfinanzminister Olaf Scholz, Staatsanleihen in den Bankbilanzen künftig nicht mehr als risikofrei einzustufen, äußerte sich der Aufseher eher verhalten. „Ich weiß, dass dies kein leichter Punkt ist“, sagte Enria.

Es gebe ein Konzentrationsrisiko. Bei manchen Banken sei das acht-, neun-, oder zehnfache ihres Kapitals in Staatsanleihen ihres eigenen Landes konzentriert. Sollten sich hier die Renditeaufschläge ausweiten, würde der Markt ihre Kapitalposition als schwach betrachten.

„Von einer Risikogewichtung bin ich weniger überzeugt. Das wäre sehr schwierig zu kalibrieren“, sagte Enria. Er sei nicht sicher, ob das wirklich der Punkt sei. Vor allem in Spanien und Italien haben Geldhäuser sehr viele Schuldtitel ihrer Regierungen im Portfolio und sind daher bei Krisen anfälliger.

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