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Handelssparte Deutsche Bank schlägt Wall Street im Bondhandel

Die Handelssparte des Geldhauses gelang im Coronajahr ein Comeback. Im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren übertrifft die Bank die US-Konkurrenz.

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Das Handelsgeschäft lief im Coronajahr besser als erwartet. Quelle: dpa

Die Deutsche Bank verzeichnete im letzten Quartal des vergangenen Jahres einen Anstieg der Erträge aus dem Handel mit festverzinslichen Wertpapieren um etwa 20 Prozent - ein größerer Zuwachs als bei den meisten Konkurrenten an der Wall Street. Vorstandschef Christian Sewing setzt zunehmend auf den Bereich als Wachstumsmotor.

Die Händler der Bank erzielten in dem Zeitraum einen Ertrag von rund 1,4 Milliarden Euro, wie eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte, die nicht namentlich genannt werden wollte. Zum Vergleich: Die fünf größten Wall-Street-Banken verzeichneten im Schnitt einen Zuwachs von zehnt Prozent.

Ein Sprecher der Deutschen Bank lehnte eine Stellungnahme ab.

Der Anstieg krönt ein Rekordjahr für die Handelssparte des deutschen Geldinstituts - einen Bereich, den Sewing bei seiner Umstrukturierung der Bank schrumpfte. Dieser hat jedoch angesichts der Marktvolatilität infolge der Covid-19-Pandemie ein Comeback hingelegt.

Vor dem Hintergrund negativer Zinssätze, die das traditionelle Kreditgeschäft belasten, hat der Vorstandsvorsitzende sein mittelfristiges Rentabilitätsziel auf ein stärkeres Wachstum der Handelseinheit gestützt, als er zuvor erwartet hatte.

Die Bank erwog, die Boni für Händler im Schnitt um zehn Prozent anzuheben, um talentierte Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten, wie Bloomberg im Dezember berichtet hatte. Diese Zahl könnte angesichts der Entwicklung im vierten Quartal steigen, sagte eine Person.

Mehr: Trotz Coronakrise: Die sozial-ökologische GLS Bank wächst und erwartet kaum Kreditausfälle

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