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Hannover Rück Höhere Schäden machen Kfz-Versicherung 2018 teurer

Deutsche Autobesitzer müssen sich für das kommende Jahr auf Prämienerhöhungen einstellen. Das prognostizierte der größte Kfz-Rückversicherer der Bundesrepublik Hannover Rück. Besonders Vollkaskobeiträge sind betroffen.

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Rückversicherer Hannover Rück mit teurer Kfz-Versicherung Quelle: dpa

Baden-Baden Die deutschen Autofahrer müssen nach Schätzungen von Hannover Rück auch im nächsten Jahr mit höheren Prämien in der Kfz-Versicherung rechnen. Hannover-Rück-Manager Andreas Kelb geht von Beitragserhöhungen um ein bis zwei Prozent aus, wie er am Montag in Baden-Baden sagte. „Die Beitragsanpassungen sind schon fest eingeplant.“ Der Rückversicherer aus Hannover hat den Marktüberblick, weil er die meisten deutschen Kfz-Versicherer zu seinen Kunden zählt. In der Auto-Haftpflicht-Versicherung fielen die Steigerungen voraussichtlich etwas niedriger aus, bei Kasko-Tarifen lägen sie eher bei zwei Prozent, sagte Kelb.

Dank eines weiteren Zuwachses an zugelassenen Fahrzeugen um rund 900.000 rechnen die Kfz-Versicherer für 2018 mit einem Beitragszuwachs um 2,2 Prozent. Das wäre weniger als in diesem Jahr, in dem sich laut dem Branchenverband GDV bis August ein Plus von 3,7 Prozent abzeichnet. Trotz der Prämiensteigerungen bleibe bei den Versicherern nicht mehr hängen als zuletzt: Die Schaden-Kosten-Quote werde bei 99 Prozent liegen, das heißt, die Kfz-Versicherer können ein Prozent ihrer Beiträge als operativen Gewinn verbuchen.

Insgesamt dürften die deutschen Autofahrer im kommenden Jahr nach Schätzungen der Hannover Rück für 65 Millionen versicherte Fahrzeuge 27,5 (2017: 26,9) Milliarden Euro Beiträge zahlen. Die Versicherer müssen aber auch mehr für die Schäden zahlen: Zwar steigt deren Zahl nur noch leicht, die Regulierung wird aber der teureren Teile wegen immer kostspieliger. Tarife, bei denen die Versicherer sich die Wahl der Reparaturwerkstatt vorbehalten, seien deshalb im Kommen. „Hier ist mit einer weiteren Zunahme zu rechnen“, sagte Kelb. Das Einsparpotenzial sei allerdings schon fast ausgeschöpft. Bei großen Versicherern lassen sich bereits 30 bis 40 Prozent der Kunden darauf ein.

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