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Heta-Einigung Gläubigern von österreichischer Problembank winkt Sondergewinn

Die Insolvenz Kärntens ist vom Tisch, das nachgebesserte Angebot der österreichischen Skandalbank Heta von fast hundert Prozent der Gläubiger angenommen. Vorrang-Gläubiger können auf 90 Prozent ihrer Forderungen hoffen.

Das Ende der jahrelangen Auseinandersetzung mit den Geldgebern des ehemaligen Kärntner Geldhauses Hypo Alpe Adria (HGAA) hatte sich abgezeichnet. Quelle: Reuters

FrankfurtVielen Banken und Versicherern winkt nach der Einigung zu den Anleihen der österreichischen Skandalbank Heta ein Sondergewinn. Die Gläubiger von Heta-Anleihen im Volumen von knapp elf Milliarden Euro akzeptierten mit überwältigender Mehrheit das nachgebesserte Angebot des Bundeslandes Kärnten, wie der Kärntner Ausgleichszahlungs-Fonds am Montag mitteilte. 98,71 Prozent nahmen die Offerte an, 66 Prozent waren nötig. Die Vorrang-Gläubiger können nun damit rechnen, ihre Forderungen zu rund 90 Prozent zurückzuerhalten, die Zeichner nachrangiger Papiere zu rund 45 Prozent.

Institute wie die Deutsche Pfandbriefbank (pbb), die Förderbank NRW.Bank und mehrere österreichische Hypothekenbanken sowie die HRE-„Bad Bank“ FMS Wertmanagement hatten ihre Heta-Anleihen auf Geheiß ihrer Aufseher auf 50 Prozent abschreiben müssen, einige sogar noch stärker.

Bei der Münchener pbb standen sie laut einer Moody's-Studie Ende Juni noch mit 47 Prozent in den Büchern. Sie hatte allein Anleihen für 395 Millionen Euro gekauft – in der Gewissheit, sie seien vom Staat garantiert. Das Bundesland hatte Garantien für Heta-Anleihen über elf Milliarden Euro übernommen, war aber nach eigenen Angaben nicht in der Lage, die Schulden zu begleichen.

Nun ist eine drohende Insolvenz Kärntens vom Tisch. Die Einigung in der jahrelangen Auseinandersetzung mit den Geldgebern des ehemaligen Kärntner Geldhauses Hypo Alpe Adria (HGAA) hatte sich abgezeichnet. Kärnten musste über alle Gläubigergruppen eine Zustimmungsquote von zwei Dritteln erreichen, bei den Nachrang-Gläubigern 25 Prozent.

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