Historischer Kurswechsel Bank of England hebt Leitzins auf 0,5 Prozent

Die britische Notenbank folgt der amerikanischen Federal Reserve: Erstmals seit der Finanzkrise erhöht sie an diesem Donnerstag ihren Leitzins.

Der Chef der Bank of England hatte eine Zinserhöhung schon mehrfach aufgeschoben. Quelle: Reuters

LondonDer Chef der Bank of England, Mark Carney, erhöht den Leitzins auf 0,5 Prozent. Nach dem Brexit-Votum im Sommer 2016 hatte die Notenbank ihn auf 0,25 Prozent gesenkt – den tiefsten Stand in ihrer dreihundertjährigen Geschichte.

Nun, da die Inflation mit drei Prozent deutlich über dem Zwei-Prozent-Ziel der Zentralbank liegt, sieht sie den Zeitpunkt gekommen, um gegenzusteuern.

Mit der Erhöhung folgt die Bank of England der amerikanischen Federal Reserve. Die US-Notenbank hatte bereits 2015 den Schalter umgelegt, der US-Leitzins liegt inzwischen bei 1 bis 1,25 Prozent. Die Europäische Zentralbank hat ihre Zinsen noch nicht erhöht, aber ihre Anleihenkäufe zurückgefahren und so ein Ende des billigen Geldes signalisiert.

Zehn Jahre ist es her, dass die Bank von England ihren Leitzins zum letzten Mal erhöht hat. Dann kam die Finanzkrise, und die Währungshüter senkten den Zins auf 0,5 Prozent, um die Konjunktur anzukurbeln. Seitdem wurde immer wieder über eine bevorstehende Normalisierung spekuliert, Carney selbst gab mehrfach Signale. Doch immer fand sich ein Argument, die Zinserhöhung noch einmal aufzuschieben.

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