HNA Möglicher Zahlungsengpass bei Deutsche-Bank-Großaktionär

Das chinesische Konglomerat HNA ist der größte Anteilseigner der Deutschen Bank und kämpft mit Finanzsorgen. Gläubiger sollen über einen Zahlungsengpass informiert worden sein.

Zentrale in Frankfurt. Quelle: Reuters

PekingDer Deutsche-Bank-Großaktionär HNA hat einem Medienbericht zufolge seine Gläubiger über einen möglichen Liquiditätsengpass von mindestens 2,4 Milliarden Dollar in Kenntnis gesetzt. Dieser könnte im ersten Quartal auftreten, weil Rückzahlungen fällig würden, berichtete die Agentur Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf nicht genannte Quellen. HNA habe wichtige Kreditgeber sowie Vertreter der Provinzregierung bei einem Treffen vergangene Woche über das Liquiditätsproblem informiert. HNA wollte sich nicht zu dem Bericht äußern.

Das chinesische Konglomerat ist nach milliardenschweren Zukäufen hoch verschuldet und auch wegen seiner undurchsichtigen Eigentümerstruktur ins Visier der Behörden geraten. Etwa die Hälfte der börsennotierten Beteiligungen sind wegen erwarteter Mitteilungen zu Umstrukturierungen vom Handel ausgesetzt. Ein Insider sagte Bloomberg zufolge, im ersten Quartal müsse HNA mehr als zehn Milliarden Dollar Schulden zurückzahlen. Im zweiten Quartal würde sich die Lage aber mit Hilfe von Veräußerungen voraussichtlich wieder entspannen.

HNA ist über die österreichische Vermögensverwaltung C-Quadrat mit 9,9 Prozent an der Deutschen Bank beteiligt.

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