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HRI-Konsumbarometer Die deutschen Verbraucher werden vorsichtiger

Die Konsumenten rechnen nicht mehr mit üppigen Gehaltssprüngen in den kommenden Monaten. Das macht sie sparsamer – sehr zum Leid des Einzelhandels.

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Die Stimmung der Verbraucher wird zunehmend schlechter, die Bevölkerung wird sparsamer. Quelle: dpa

Düsseldorf Der Reigen schlechter Konjunkturnachrichten geht an Deutschlands Verbrauchern nicht spurlos vorüber. Das HDE-Konsumbarometer stoppt im Mai seinen zum Jahresstart begonnenen Aufwärtstrend. Der Index, der vom Handelsblatt Research Institute für den Handelsverband HDE berechnet wird, fiel auf den Wert von Dezember zurück.

Die Verbraucherstimmung ist damit derzeit nicht nur etwas schlechter als im Vormonat, sondern auch schlechter als im Mai 2017. Der Index weist in die Zukunft und gibt damit Aufschluss über die Konsumneigung in den kommenden drei Monaten. Er basiert auf einer repräsentativen Befragung von Verbrauchern in Deutschland.

In den vergangenen Wochen war in der Wirtschaft die Sorge vor einem globalen Handelskrieg gewachsen. Zudem machte der im Vergleich zum Vorjahr stärkere Euro der deutschen Exportindustrie zu schaffen. Infolgedessen fiel das Ifo-Geschäftsklima bereits dreimal in Folge. Gleichzeitig mehren sich die Anzeichen, dass eine Zinswende auch in Europa bald anstehen könnte. Die deutsche Wirtschaft wuchs daher im ersten Quartal voraussichtlich deutlich langsamer als zum Ende des Vorjahres.

Somit ist es wenig verwunderlich, dass sich die Konjunkturerwartungen der Verbraucher von ihrem Höchststand im März merklich entfernt haben. Spürbar im Vergleich zum Vormonat sank die Anschaffungsneigung der Verbraucher. Gleichzeitig gaben sie an, mehr als bislang sparen zu wollen. Denkbar ist, dass Geld für die Sommermonate zurückgelegt wird, um dieses im Sommerurlaub ausgeben zu können. Für eine generelle Vorsicht spricht allerdings, dass die Verbraucher ihre Einkommenserwartungen deutlich nach unten revidiert haben – ungeachtet der jüngsten, recht hohen Tarifabschlüsse in einigen Branchen.

Der Einzelhandel verzeichnet schon seit Monaten Kaufzurückhaltung. Im März sank der Einzelhandelsumsatz bereits den vierten Monat in Folge, sofern man Kalender- und Saisoneinflüsse herausrechnet. Gleichwohl war im März der Umsatz immer noch um ordentliche 1,3 Prozent real höher als im März 2017.

Vor allem der Umsatz mit Lebensmitteln war deutlich höher als vor einem Jahr. Ladenhüter waren dagegen Einrichtungsgegenstände, Haushaltsgeräte und Baubedarf. Rund zehn Prozent des Einzelhandelsumsatzes entfallen mittlerweile auf den Onlinehandel – Tendenz steigend.

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