HSBC Deutschland Gute Zahlen, langsameres Wachstum

Die Düsseldorfer Privatbank HSBC Deutschland hat bessere Zahlen vorgelegt als der britische Mutterkonzern HSBC. Der Gewinn vor Steuern stieg um 5,7 Prozent. Wichtige Geschäftsfelder wuchsen aber langsamer als zuvor.

Die Tochter der britischen Großbank hat sich 2016 besser entwickelt als ihr Mutterkonzern. Quelle: dpa

Positiv wirkte sich im Jahr 2016 laut der Bank aus, dass HSBC als einzige deutsche Bank bei der Übernahme des US-Saatgutherstellers Monsanto durch den Chemiekonzern Bayer mitmischt. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern liegt fast unverändert bei 11,8 Prozent – und damit deutlich über den Werten von Deutscher Bank und Commerzbank.

Wichtige Geschäftsfelder sind aber langsamer gewachsen. Bei Firmenkunden wuchsen die Erlöse seit 2013 jährlich mit rund zwölf, das gesamte Kreditvolumen mit über 20 Prozent. 2016 wuchs der Erlös deutlich langsamer, das Kreditvolumen nur noch mit 7,8 Prozent. Beides liegt aber immer noch deutlich über dem Marktschnitt.

2017 will die Bank den Gewinn leicht steigern und das globale Mittelstandsgeschäft ausbauen. In Niedrigzins-Zeiten setze man hier weniger auf Neukunden und Kreditvergabe. Vielmehr wolle man an jedem Kunden mehr verdienen, sagte Vorstandschefin Carola von Schmettow. „Nach der volumengetriebenen Wachstumsphase, um Marktanteile zu gewinnen, fokussiert sich unser Haus nun auf eine renditeorientierte Strategie.“ Die könnte aufgehen: Der Provisionsüberschuss stieg um 7,6 Prozent auf 475 Millionen Euro. Negativzinsen für Privatkunden schloss Schmettow aus.

HSBC Trinkaus & Burkhardt, so der volle Name der Düsseldorfer Bank, gehört zu 81 Prozent der britischen HSBC. Deren Gewinn fiel 2016 um 62 Prozent.

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