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Ifo Exporterwartungen Die Stimmung der Exporteure ist so schlecht wie seit 2012 nicht mehr

Das Exportbarometer des Ifo-Instituts fällt im April um 0,4 Punkte. Nur zwei Branchen rechnen weiter mit guten Chancen fürs Exportgeschäft.

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Ifo Exporterwartungen: Stimmung schlecht wie seit 2012 nicht Quelle: dpa

Berlin Die Stimmung unter den deutschen Exporteuren ist wegen Handelskonflikten und schwächerer Weltkonjunktur so schlecht wie seit sechseinhalb Jahren nicht mehr. Das Barometer für die Exporterwartungen fiel im April um 0,4 auf 1,1 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut an diesem Donnerstag zu seiner Umfrage unter 2300 Unternehmen mitteilte. Das ist der niedrigste Wert seit Oktober 2012.

„Das schwierige weltwirtschaftliche Umfeld gibt im Moment keinerlei Impulse für die deutsche Exportwirtschaft“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

Die Autobauer schätzten ihre Aussichten zwar etwas besser ein, nachdem diese im März eingebrochen waren. „Jedoch erwarten die Unternehmen weiterhin keine Zuwächse im Auslandsgeschäft“, betonte Fuest. Die generelle schwache Auslandsnachfrage habe inzwischen auch die chemische Industrie erreicht.

„Nach fast drei Jahren kontinuierlichen Exportwachstums gehen die Unternehmen erstmals von einem leichten Rückgang aus“, sagte Fuest. Weiterhin gute Exportchancen rechnen sich hingegen die Nahrungsmittelhersteller sowie Unternehmen aus der Möbelindustrie aus.

Der deutschen Industrie bläst der Wind seit Monaten kräftig ins Gesicht. Der noch immer nicht gelöste Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften USA und China schürt die Sorge vor einem weltweiten Abschwung.

Auch zwischen der Europäischen Union und den USA gibt es Handelsspannungen. Hinzu kommen Risiken wie der Brexit, der den Warenverkehr empfindlich stören könnte. Auch in einigen großen Schwellenländern wie der Türkei läuft es nicht gut.

Der deutschen Wirtschaft droht deshalb ein maues Jahr. Die Bundesregierung rechnet für 2019 nur noch mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 0,5 Prozent. 2018 hatte es zu 1,4 Prozent gereicht. 2020 soll ein Plus von 1,5 Prozent möglich sein.

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