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Ifo Gute Zeiten der Exportindustrie sind erst einmal vorbei

Exporteure rechnen in Zukunft mit schlechteren Zeiten, sagt das Wirtschaftsforschungsinstitut Ifo. Lichtblicke gebe es aber in der Textilindustrie.

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Der Export könnte auch in Zukunft weiter schrumpfen. Quelle: dpa

Berlin Die Stimmung unter den Exporteuren verschlechtert sich dem Ifo-Institut zufolge zunehmend. Die Erwartungen an das Auslandsgeschäft hätten sich im Juli weiter eingetrübt, teilten die Münchner Wirtschaftsforscher am Freitag mit. „Die guten Zeiten der deutschen Exportindustrie sind erst einmal vorbei“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

Derzeit gebe es wenig Anzeichen, dass wieder Zuwächse beim Auslandsgeschäft zu erwarten seien. Große Sorgen hätten wie bisher die Autobauer. „Die Exporte sind erneut stärker auf Schrumpfung ausgerichtet.“ Gleiches gilt demnach für die Unternehmen aus der Metallherstellung und -bearbeitung. In den Schlüsselbranchen Maschinenbau und Elektrotechnik sei die Exportdynamik zum Erliegen gekommen. Die Betriebe rechneten im Moment nicht mit Zuwächsen.

Lichtblicke zeigten sich in der Textil- und Bekleidungsindustrie. „Nach einer zuletzt schwierigen Exportsituation hellten sich die Exporterwartungen merklich auf“, sagte Fuest. Am optimistischsten mit Blick auf den Export sind die Hersteller von pharmazeutischen Erzeugnissen.

Das Verarbeitende Gewerbe steckt derzeit in einem kräftigen Abschwung. „Die Rezession breitet sich in allen wichtigen Sektoren der deutschen Industrie aus“, hatte Ifo-Konjunkturexperte Klaus Wohlrabe am Donnerstag im Reuters-Interview gesagt. Das Geschäftsklima für die gesamte Wirtschaft fiel im Juli auf den niedrigsten Stand seit gut sechs Jahren - um 1,8 auf 95,7 Punkte.

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