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Ifo Hessen mit höchstem Anteil an Kurzarbeitern

7,4 Prozent der hessischen Beschäftigten arbeiteten im Dezember in Kurzarbeit. Das liegt vor allem an dem hohen Industrieanteil der hessischen Wirtschaft.

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Hessische Arbeitnehmer sind besonders stark von Kürzungen betroffen. Quelle: dpa

Hessen ist einer Untersuchung des Ifo-Instituts zufolge das Bundesland mit dem größten Anteil an Kurzarbeitern. Dort waren im Dezember etwa 7,4 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten oder 196.000 Menschen in Kurzarbeit, wie die Münchner Forscher am Montag mitteilten. Es folgen Baden-Württemberg mit 6,7 Prozent oder 321.000 Menschen sowie Niedersachsen und Bremen mit 6,6 Prozent oder zusammen 223.000.

„Nach wie vor sind Länder mit höherem Industrieanteil etwas stärker von Kurzarbeit betroffen“, sagte Ifo-Arbeitsmarktexperte Sebastian Link. „Durch die Erholung in der Industrie sind diese Unterschiede in den letzten Monaten jedoch deutlich geringer geworden.“

Die Industrie hatte zuletzt sieben Monate in Folge mehr Aufträge an Land gezogen sowie Exporte und Produktion gesteigert. Die Unternehmen profitieren derzeit vor allem von der Konjunkturerholung in China: Die Volksrepublik hat im vergangenen Jahr trotz Corona-Pandemie nach Einschätzung von Experten als einziges große Land ein Wirtschaftswachstum geschafft. In der Region Schleswig-Holstein und Hamburg liegt der Anteil der Kurzarbeiter bei 6,5 Prozent oder 132.000 Menschen.

Es folgen Sachsen mit 6,2 Prozent oder 101.000 und Bayern mit 5,9 Prozent und 337.000 Beschäftigten. Danach kommen Nordrhein-Westfalen mit 4,9 Prozent oder 348.000 Personen, Rheinland-Pfalz und das Saarland mit 4,8 Prozent und 89.000 Menschen, die Region Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern mit 4,6 Prozent und 138.000 Beschäftigten sowie die Region Sachsen-Anhalt und Thüringen mit 4,1 Prozent und 66.000 Personen.

Die Ergebnisse beruhen auf Meldungen von rund 7000 Unternehmen, die im Dezember bei der monatlichen Ifo- Konjunkturumfrage nach dem aktuellen Einsatz von Kurzarbeit befragt wurden.

Mehr: Die SPD will Unternehmen wegen der andauernden Coronakrise länger als bislang geplant vor der Pleite bewahren. Doch die Union zieht nicht mit.

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