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Ifo Weniger Kurzarbeit im März – vor allem in der Industrie

Leichte Lockerungen in der Corona-Politik haben vor allem dem Gastgewerbe und Handel geholfen. Aber auch in der Industrie sind weniger Arbeitnehmer in Kurzarbeit.

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Die Industrie verzeichnet im März weniger Kurzarbeiter. Quelle: obs

Die Zahl der Kurzarbeiter ist dem Ifo-Institut zufolge im März ungeachtet der beginnenden dritten Corona-Welle gesunken. Sie sei auf 2,7 von 2,9 Millionen im Februar zurückgegangen, wie die Münchner Forscher am Mittwoch zu ihrer Schätzung mitteilten. Das entspricht 8,0 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, nachdem es zuvor noch 8,7 Prozent waren. „Der Rückgang fand in fast allen Wirtschaftszweigen statt, insbesondere in der Industrie“, sagte Ifo-Arbeitsmarktexperte Sebastian Link.

„Die leichten Lockerungen haben auch im Handel und im Gastgewerbe zu einem Rückgang geführt.“ Allerdings sei der Anteil an Kurzarbeitern im Gastgewerbe mit 50,8 Prozent „weiter sehr, sehr hoch“.

Die exportabhängige Industrie verzeichnete einen deutlichen Rückgang der Kurzarbeit auf 436.000 Personen, nach 494.000 im Februar. „Seit April 2020 hat sich hier der Anteil der Beschäftigten in Kurzarbeit damit ständig verringert und liegt unter dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt“, betonte das Ifo-Institut. Die Industrie profitiert von der Erholung des Welthandels, die von den beiden weltgrößten Volkswirtschaften USA und China getrieben wird.

Im Handel liegt der Anteil der Beschäftigten in Kurzarbeit mit 15,8 Prozent mehr als doppelt so hoch wie in der Industrie. Hier nahm die Zahl der Kurzarbeiter um fast 100.000 auf 718.000 ab. Vor allem der Einzelhandel (20,2 Prozent) und der Kfz-Handel (11,7 Prozent) greifen demnach noch stark auf Kurzarbeit zurück, der Großhandel liegt bei 10,0 Prozent.

„Bei den Dienstleistern außerhalb des Gastgewerbes dürfte die Zahl der Kurzarbeiter im März leicht gesunken sein“, so das Ifo-Institut. Im März hatten leichte Lockerungen des Corona-Lockdowns begonnen. So dürfen etwa die Friseurgeschäfte wieder Kunden empfangen.

Mehr: Minijobber leiden in der Pandemie besonders. Die Liberalen wollen die 450-Euro-Grenze kippen, um ihnen bei einer wirtschaftlichen Erholung höhere Verdienste zu ermöglichen.

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