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Immobilienfinanzierer Aareal Bank will Anteil an IT-Tochter an Finanzinvestor verkaufen

Die Aareal Bank will Teile an Aareon an einen langfristig orientierten Finanzinvestor verkaufen. Mit dem Partner soll die IT-Sparte wachsen.

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Der Immobilienfinanzierer will weiterhin eine Mehrheit an der IT-Tochter halten. Quelle: dpa

Die Aareal Bank stellt ihre IT-Tochter Aareon ins Schaufenster. Der Wiesbadener Immobilienfinanzierer wolle eine signifikante Minderheitsbeteiligung an einen langfristig orientierten Finanzinvestor verkaufen, teilte das Institut am Dienstag mit.

„Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, einen solchen Schritt ernsthaft in Betracht zu ziehen“, sagte Aareal-Chef Hermann Merkens. „Das Marktumfeld für Tech-Unternehmen wie die Aareon ist gut.“ Mit dem Partner solle das Wachstum der IT-Sparte forciert werden. Die Aareal Bank wolle weiterhin eine Mehrheit an der Tochter halten.

Der Wert von Aareon, mit dessen Software Wohnungsvermieter die Verwaltung von Immobilien und Mietzahlungen abwickeln, wurde von Bankern – vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie – auf rund eine halbe Milliarde Euro geschätzt.

Der Hedgefonds Teleios, der nach jüngsten Angaben knapp drei Prozent an der Aareal Bank hält, forderte zuletzt einen Verkauf oder eine Abspaltung der Sparte. In mehreren Briefen hatte er den Vorstand der Bank aufgefordert, die Optionen zu prüfen und so den wahren Wert von Aareon offen zu legen. Merkens hatte immer betont, einen strategischen Partner für Aareon zu suchen und die Tochter durch Zukäufe stärken zu wollen.

Von der Aareon verspricht sich die Immobilienbank starkes Wachstum, wichtige Provisionserträge und Einlagen zur Refinanzierung. Das Betriebsergebnis soll mittelfristig auf rund 100 Millionen Euro verdoppelt werden. Der gesamte Aareal-Konzern erzielte 2019 einen Gewinn vor Steuern von 248 Millionen Euro, dazu trug die Aareon rund 37 Millionen Euro bei. Bei der Tochter arbeiten rund 1600 Mitarbeiter, in der Kernbank sind es 900.

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