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Inflation Euro-Inflationsbarometer auf tiefstem Stand seit zwei Monaten

Das für die Geldpolitik wichtige Barometer fiel am Montag auf den tiefsten Stand seit zwei Monaten. Börsianer zweifeln offenbar am Inflationsziel der EZB.

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Die EZB verfehlt ihr Inflationsziel bereits seit Frühjahr 2013. Quelle: dpa

Die jüngsten schwachen Konjunkturdaten lassen Börsianer auch längerfristig am Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von knapp zwei Prozent zweifeln. Das für die Geldpolitik wichtige Barometer Five-Year-Five-Year-Forward fiel am Montag auf ein Zweimonatstief von 1,2425 Prozent. Der Wert bedeutet, dass Investoren erwarten, dass die Inflation ab 2025 über einen Zeitraum von fünf Jahren lediglich bei etwas mehr als 1,24 Prozent liegen wird.

Damit würde die Teuerung auch auf lange Sicht klar unterhalb der Zielmarke der Währungshüter bleiben. Die EZB verfehlt ihr Ziel bereits seit Frühjahr 2013.

Schwache Konjunkturdaten aus der Euro-Zone hatten die Inflationserwartungen zuletzt gedämpft. So verzeichnete der Euro-Raum im vierten Quartal 2019 lediglich ein minimales Wirtschaftswachstum von 0,1 Prozent nach 0,3 Prozent im dritten Quartal. In Frankreich und in Italien schrumpfte die Wirtschaft sogar.

Die Inflation in der Euro-Zone lag im Januar lediglich bei 1,4 Prozent. Angesichts der bereits lange sehr niedrigen Teuerung hat die EZB eine umfassende Prüfung ihrer Strategie eingeleitet. Im Zentrum steht das Inflationsziel.

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