WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Insider-Bericht Bankenaufsicht prüft Kapitalplan und Ideen für künftige NordLB

Am 4. März soll es ein Gespräch mit dem Institut und seinen alten und neuen Trägern über den Kapitalplan und das Geschäftsmodell geben.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
Wegen fauler Schiffskredite und dünner Kapitalpuffer braucht die Norddeutsche Landesbank rund 3,5 Milliarden Euro. Quelle: dpa

Berlin Die Bankenaufsicht nimmt Insidern zufolge nächste Woche die Eckwerte für die künftige Ausrichtung der NordLB unter die Lupe. Am 4. März gebe es ein Gespräch mit dem Institut und seinen alten und neuen Trägern über den Kapitalplan und das Geschäftsmodell, wie Reuters am Dienstag von mehreren mit der Sache vertrauten Personen erfuhr.

„Die großen Linien sollten für die Bank dann klar sein", sagte ein Insider. Dann müssten auch wichtige Kennziffern wie die angepeilte Kapitalquote, Rentabilität oder das gewünschte Verhältnis von Kosten und Ertrag festgelegt sein.

Die NordLB erklärte dazu: „Träger, DSGV und Bank arbeiten intensiv daran, zukunftssichere Lösungen mit Blick auf Geschäftsmodell und Kapitalplan zu erarbeiten." Wegen fauler Schiffskredite und dünner Kapitalpuffer braucht die Norddeutsche Landesbank rund 3,5 Milliarden Euro.

Im Kern sieht die Auffanglösung zusammen mit dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) vor, dass Niedersachsen bar und über Garantien bis zu 2,5 Milliarden Euro beisteuert. Etwa 1,2 Milliarden Euro kommen von Sparkassen und Landesbanken.

Die NordLB soll künftig kleiner und regionaler werden. Viele Sparkassenvertreter hatten zuletzt signalisiert, dass die NordLB möglichst kräftig schrumpfen sollte. An anderer Stelle hieß es, Trägersparkassen aus Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern dürften durchaus Interesse daran haben, dass die NordLB künftig profitabel arbeite und nicht allzu klein werde.

Die Beteiligten basteln derzeit noch am finalen Businessplan für die NordLB. Für einige Geschäftsfelder sei schon klar, wie es weiter gehen solle, sagte ein Insider. Es gebe aber noch offene Fragen. Bank und Träger seien in enger Abstimmung mit der Aufsicht. Dieser Prozess laufe auch nach dem Termin am kommenden Montag in Frankfurt weiter.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%